Microsoft gab am 31. März 2016 mehrere Änderungen an Xamarin bekannt. Nach dem Abschluss der Übernahme am 18. März sollte Xamarin ohne Aufpreis Bestandteil jeder Visual-Studio-Ausgabe werden. Die offizielle Ankündigung im Xamarin Blog nannte außerdem kostenlose Angebote für Mac-Entwickler und die geplante Öffnung zentraler Komponenten.
Xamarin in Visual Studio und Xamarin Studio
Xamarin sollte in allen Visual-Studio-Ausgaben verfügbar sein, einschließlich der kostenlosen Community Edition. Damit konnten Entwickler native iOS- und Android-Apps mit C# oder F# aus der Windows-Entwicklungsumgebung heraus erstellen. Für macOS kündigte Microsoft eine kostenlose Xamarin Studio Community Edition an. In kostenpflichtigen Visual-Studio-Abonnements sollte Xamarin Studio ebenfalls als Bestandteil enthalten sein. Die Integration knüpfte an die zehn Tage zuvor abgeschlossene Übernahme an.
Mono und Xamarin SDKs unter offenen Lizenzen
Microsoft übertrug das Mono-Projekt an die .NET Foundation und stellte die Laufzeit unter die MIT-Lizenz. Dazu kam ein weit gefasstes Patentversprechen für Mono. Die Xamarin SDKs für Android, iOS und Mac sollten in den folgenden Monaten ebenfalls unter der MIT-Lizenz erscheinen. Das galt auch für Xamarin.Forms, das plattformübergreifende Benutzeroberflächen mit nativen Zielplattformen verband.
Der Schritt war für Spiele- und Engine-Teams besonders relevant, weil die Ankündigung Mono ausdrücklich als Grundlage für Software und Spiel-Engines nannte. Microsoft verwies dabei auf Anwendungen für iOS, Android, Mac, Windows, PlayStation 4 und Xbox One. Zusätzlich zeigte Scott Guthrie auf der Build-Konferenz den Xamarin Test Cloud Dienst mit einem Labor aus 2.300 Geräten. Xamarin hatte damit neben der Entwicklung auch den automatisierten Gerätetest im Blick.
