Mozilla hat am 11. April 2018 WebAssembly Studio als browserbasierte Entwicklungsumgebung vorgestellt. Das Projekt verbindet WasmExplorer und WasmFiddle. Die erste öffentliche Beta ist nach Darstellung des Autors eher eine Alpha. Sie richtet sich vor allem an Lernende und an Experimente mit WebAssembly.
Die Unterstützung für C, C++ und Rust ist noch rudimentär. Kompilierungsdienste laufen überwiegend auf Servern; die Oberfläche im Browser bedeutet deshalb nicht, dass sämtliche Schritte lokal erfolgen. Das offizielle Vorstellungsvideo von Mozilla Hacks zeigt die Bedienung der frühen Ausgabe.
Wasm-Dateien bearbeiten und Aufrufbeziehungen sehen
Ein WebAssembly-Modul kann als Textdarstellung geöffnet und verändert werden. Beim Speichern wird es wieder zusammengesetzt. Zu den Werkzeugen gehören Validierung, Optimierung und ein Graph der Funktionsaufrufe. Das erleichtert die Untersuchung erzeugten Codes, ohne daraus eine fertige Produktionsumgebung zu machen.
Die README des Codebestands vom 11. April 2018 nennt Monaco für den Editor, Wabt zum Assemblieren und Disassemblieren sowie Binaryen für Validierung und Optimierung. Die Website selbst lässt sich lokal mit Node.js und webpack aufsetzen. Dieses lokale Hosting ist von der Bereitstellung sämtlicher Compiler-Dienste zu unterscheiden.
Cargo und umfangreichere C-Projekte sind noch geplant
Bessere Projektunterstützung, Cargo für Rust und zusätzliche Emscripten-Anbindung nennt Mozilla als nächste Arbeiten. Bereits Rust 1.14 hatte experimentelle WebAssembly-Unterstützung eingeführt. Das neue Werkzeug macht solche Übersetzungsabläufe anschaulich, ersetzt aber nicht automatisch eine eingerichtete Build-Kette.
Für Entwickler von Browserwerkzeugen und interaktiven Anwendungen eignet sich der Ansatz zur Untersuchung kleiner Beispiele. Der historische Quellstand und das Video dokumentieren die frühe Ausgabe von April 2018. Sie sind keine Empfehlung, diese Version heute produktiv einzusetzen.

