Das Rust-Team hat am 22. Dezember 2016 Rust 1.14.0 angekündigt. Die neue Version der auf Sicherheit, Geschwindigkeit und Nebenläufigkeit ausgelegten Systemprogrammiersprache bringt experimentelle Unterstützung für WebAssembly. Außerdem erreicht der Toolchain-Manager rustup die Version 1.0.
Rust 1.14 umfasst laut Projekt 1230 eingespielte Änderungen. rustup ist nun der empfohlene Weg, Rust direkt aus den offiziellen Release-Kanälen zu installieren. Der Manager kann zwischen stabiler, Beta- und Nightly-Version wechseln, hält die Toolchains aktuell und vereinfacht die Installation von Standardbibliotheken für weitere Zielplattformen. Die Werkzeuge laufen auch unter Windows.
WebAssembly als experimentelle Zielplattform
Der Compiler unterstützt mit wasm32-unknown-emscripten erstmals eine WebAssembly-Zielplattform. Die Implementierung war zum Start ausdrücklich experimentell und sollte zunächst mit Emscripten ausprobiert werden. Das offizielle Release-Dokument führt die Änderungen an Compiler, Standardbibliothek und Cargo im Detail auf.
Für Teams, die Browserwerkzeuge, interaktive Anwendungen oder technische Begleitsoftware für Spiele entwickeln, eröffnet der Zielpfad eine weitere Möglichkeit, nativen Code im Web bereitzustellen. Rust 1.14 liefert dafür noch keine fertige Produktionslösung. Das Projekt weist auf offene Fehler hin und bittet um Rückmeldungen aus der praktischen Erprobung.
Cross-Compilation mit rustup
Neben WebAssembly erweitert rustup die tägliche Arbeit mit mehreren Zielsystemen. Vorgefertigte Standardbibliotheken lassen sich für verbreitete Plattformen nachinstallieren, während die einzelnen Compilerkanäle getrennt aktualisiert werden. Für native Werkzeuge und Build-Ketten von Spielestudios bleibt diese Kombination aus Compilerwahl und Cross-Compilation praktisch. Einen älteren Blick auf plattformübergreifende Compilerarbeit bietet der Beitrag zu LLVM und Clang 3.6.
