WebAssembly: Browserteams einigen sich auf die erste MVP-Fassung

Vertreter von Chrome, Edge, Firefox und WebKit haben sich am 28. Februar auf die erste MVP-Fassung von WebAssembly-API und Binärformat geeinigt. Nach Einschätzung der Beteiligten sind weitere Designentscheidungen nun auf Erfahrungen aus Implementierung und breiter Nutzung angewiesen. Damit endet die Browser Preview.

Standardmäßige Aktivierung kann beginnen

Die Einigung gibt den Browserteams das Signal, WebAssembly standardmäßig aktivieren zu können. Sie bedeutet nicht, dass die Funktion bereits in jeder stabilen Browserversion ausgeliefert wird. Künftige Erweiterungen sollen rückwärtskompatibel bleiben.

Zum abgestimmten Stand gehören eine JavaScript-Schnittstelle, das Binärformat und ein Referenzinterpreter. Mit der Emscripten-Werkzeugkette lässt sich WebAssembly bereits erproben. Schon die gemeinsame Browser-Vorschau vom Oktober 2016 bot einen Übersetzungsweg für C- und C++-Code. Das Format dient als Kompilierungsziel für den Browser, nicht als direkt ausführbarer Maschinencode einer bestimmten Desktop-CPU.

W3C-Arbeitsgruppe und formale Spezifikation noch geplant

Als nächste Schritte nennen die Unterzeichner eine W3C-Arbeitsgruppe und eine formale Spezifikation der ersten Version. Neue Funktionen sollen parallel in der Community Group weiterentwickelt werden. Die Einigung auf den MVP ist deshalb nicht mit einer bereits abgeschlossenen W3C-Standardisierung gleichzusetzen.

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