WebAssembly: Browser-Vorschau für C- und C++-Code startet

Das V8-Team hat am 31. Oktober 2016 eine gemeinsame WebAssembly-Browser-Vorschau angekündigt. Der Stand umfasst einen Release-Kandidaten für Binärformat und JavaScript-Schnittstelle sowie eine Werkzeugkette, die C- und C++-Quellcode in WebAssembly-Module übersetzt.

Kompatible Implementierungen liegen in den Entwicklungszweigen von V8 und SpiderMonkey vor. Chakra bietet Unterstützung in Entwicklungsbuilds; bei JavaScriptCore laufen die Arbeiten noch. Die Funktion bleibt hinter einer experimentellen Browseroption. V8 rät ausdrücklich davon ab, sie bereits produktiv einzusetzen.

Portables Binärformat statt direktem CPU-Code

WebAssembly dient als neues Kompilierungsziel für das Web. Die Binärdatei ist nicht mit dem Maschinencode einer bestimmten Desktop-CPU gleichzusetzen. Die offizielle Abbildung stellt dazu Rohbytes, Textdarstellung und den entsprechenden C-Code derselben Berechnung nebeneinander.

V8 ergänzt parallele Kompilierung und arbeitet an einem alternativen Verarbeitungspfad, der asm.js intern in WebAssembly übersetzt. Ein solcher Pfad soll auch bestehende asm.js-Anwendungen erreichen. Daraus folgt keine feste Beschleunigung für jedes Spiel oder jede Anwendung; diese müsste mit dem jeweiligen Programm gemessen werden.

Standardfreigabe erst nach der Erprobung

Die Community Group strebt eine erste abgeschlossene Spezifikation für das erste Quartal 2017 an. Der Zeitplan steht unter dem Vorbehalt größerer Änderungen aus dem Feedback. Vor der regulären Freigabe ist noch ein Wechsel der Binärversion auf 1 vorgesehen.

Mozilla hatte zuvor debugger.html als neue Oberfläche für die JavaScript-Fehlersuche vorgestellt. Diese Werkzeugentwicklung ersetzt nicht die Prüfung der neuen Laufzeit. Für ein Browserprojekt müssen verwendetes Binärformat, Compiler und ausführender Browser weiterhin zusammenpassen.

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