Western Digital hat die WD Black SN850 für die Playstation 5 vorgestellt und damit nach eigenen Angaben die erste offiziell lizenzierte SSD für Sonys Konsole auf den Markt gebracht. Neu ist die WD Black SN850 dabei nicht: Es gibt sie bereits seit Herbst 2020 in unterschiedlichen Ausführungen für den PC.
Technik der SSD im Detail
Bei der SSD handelt es sich um ein NVMe-Modell im M.2-2280-Format. Dank PCIe Gen4 unterstützt die WD Black SN850 die von Sony empfohlene Leserate von 5,5 Gigabyte pro Sekunde deutlich: Laut Hersteller liegt sie mit 7 Gigabyte pro Sekunde beim Lesen und 5,3 Gigabyte pro Sekunde beim Schreiben klar darüber.
Was die Lizenz konkret bedeutet
Was den Unterschied zwischen der regulären und der für die Playstation 5 lizenzierten Version ausmacht, blieb bei der Vorstellung teils offen. Laut Western Digital wurde die SSD in verschiedenen Einsatzszenarien geprüft, der Zertifizierungsprozess soll ausführliche Tests mit Spielen unterschiedlicher Genres umfassen. Ob es dafür eine angepasste Firmware gibt, teilte der Hersteller nicht mit. Zumindest bei den Renderings ist das RGB-Licht des mitgelieferten Kühlers auf Blau voreingestellt.
Passgenauer Kühlkörper für den Konsolenschacht
Der Kühlkörper entspricht dem der bereits erhältlichen WD Black SN850 und ist so flach gehalten, dass er exakt in den SSD-Schacht der Playstation 5 passt. Ein solcher Kühlkörper verhindert normalerweise, dass die Leistung bei sehr langen Lese- oder Schreibvorgängen wegen Überhitzung einbricht. Beim Einsatz in einer Spielekonsole tritt dieser Fall bislang selten auf, selbst wenn Daten direkt von der SSD gestreamt werden. Sony erlaubt den Einbau einer M.2-SSD in die Playstation 5 seit Sommer 2021, zunächst per Beta-Firmware und inzwischen mit der finalen Software. Der interne Speicher der Konsole umfasst 825 Gigabyte, eine zusätzliche SSD mit bis zu 4 Terabyte erweitert diese Kapazität.
Western Digital ist auch im Xbox-Umfeld kein unbeschriebenes Blatt: Bereits 2019 hatte der Hersteller mit der Gaming Drive Accelerated eine externe SSD für die Xbox One vorgestellt. Anders als bei der Playstation 5 setzt Microsoft bei aktuellen Xbox-Konsolen allerdings auf proprietäre Speicherkarten statt auf standardisierte M.2-Steckplätze.
Quelle: Western Digital
