inXile Entertainment schiebt das Rollenspiel Wasteland 3 nach hinten. Studioleiter und Director Brian Fargo teilte am 31. März 2020 mit, dass der Verkaufsstart vom 19. Mai auf den 28. August 2020 rutscht. Als Grund nannte er die Umstellung auf Home-Office wegen der COVID-19-Pandemie und die Probleme, die das in der Schlussphase der Entwicklung verursachte.
Schon einige Wochen vorher hatte das Studio nach eigener Darstellung auf verteiltes Arbeiten umgestellt. Fargo schrieb, das habe neue Aufgaben gebracht, mit denen Teams rund um die Welt erst zurechtkommen mussten. Die Beta sei zwar gut angekommen, der Zeitplan unter den neuen Bedingungen aber nicht mehr zu halten gewesen. Die Verschiebung um gut drei Monate gilt für PC, Xbox One und PlayStation 4 gleichermassen.
Was der Wechsel ins Home-Office in der Endphase kostet
Der kurzfristige Sprung ins Home-Office trifft eine Spieleproduktion am Ende besonders hart. Abstimmung, Qualitätssicherung und das Beheben von Fehlern brauchen in dieser Phase enge Zusammenarbeit, und die lässt sich aus verteilten Buros nur mit mehr Aufwand organisieren. Die zusätzliche Zeit wollte inXile nach eigenen Angaben fürs Auswerten des Beta-Feedbacks, für weitere Optimierungen und den Feinschliff nutzen.
Eines der ersten großen Projekte unter dem Dach von Xbox Game Studios
Seit der Übernahme 2018 gehört inXile Entertainment zu den Xbox Game Studios. Wasteland 3 ist damit eine der ersten umfangreichen Produktionen des Studios unter neuem Eigentuemer. Mit dem neuen Termin Ende August 2020 landete der Titel auf einer langen Liste von Spielen, deren Veröffentlichung das Frühjahr 2020 pandemiebedingt durcheinanderbrachte. Der spätere Start sollte dem Team Luft geben, die Rückmeldungen aus der Beta einzuarbeiten.
