Microsoft hat am 15. November 2017 Visual Studio Live Share vorgestellt. Die Erweiterung soll Entwicklern ermöglichen, gemeinsam an einer Codebasis zu arbeiten. Zum Start war eine begrenzte private Vorschau angekündigt.
Live Share überträgt den Kontext eines Arbeitsbereichs in den Editor des Teammitglieds. Der eingeladene Entwickler muss das Projekt dafür nicht erst klonen oder dieselben Abhängigkeiten und Werkzeuge installieren. Navigation mit IntelliSense, „Gehe zu Definition“ und Peek bleibt in der gemeinsamen Sitzung verfügbar.
Code bearbeiten und gemeinsam debuggen
Änderungen werden in der Sitzung direkt bei allen Beteiligten sichtbar. Jeder Entwickler kann Dateien öffnen, navigieren, bearbeiten, markieren oder Refactorings ausführen und dabei die eigene Editor-Konfiguration behalten. Microsoft beschreibt den Ansatz als bidirektionale Zusammenarbeit statt als reine Bildschirmfreigabe.
Auch das Debugging sollte gemeinsam möglich sein. Beide Seiten können Haltepunkte setzen, Variablen und Aufruflisten untersuchen sowie den Debugger unabhängig bedienen. Das zugehörige Video zur Live-Share-Demo zeigt den vorgesehenen Ablauf.
Die Erweiterung war für Visual Studio 2017 und Visual Studio Code vorgesehen. Damit knüpfte sie an die plattformübergreifende Ausrichtung der damals aktuellen Visual-Studio-Entwicklungsumgebung an. Microsoft wollte die private Vorschau zunächst über eine Anmeldung öffnen und weitere Rückmeldungen aus Entwicklerteams sammeln.

