Microsoft hat am 10. Mai 2016 ein Update für Windows 10 veröffentlicht, das Spiele und Apps der Universal Windows Platform für freie Bildraten vorbereitet. Der DirectX Developer Blog beschreibt die neue Unterstützung für deaktiviertes VSync sowie für AMD FreeSync und NVIDIA G-SYNC.
Build 10586.318 öffnet die Bildrate
Die Änderung steckt in Build 10586.318 von Windows 10 und wurde als KB 3156421 verteilt. Bis dahin synchronisierte die UWP die Bildausgabe grundsätzlich mit der Bildwiederholrate des Monitors. Mit der neuen Option können Spiele die vertikale Synchronisation abschalten und die Bildrate von der festen Frequenz des Displays lösen.
Ohne VSync kann ein Rechner mehr Bilder ausgeben, als der Monitor pro Sekunde darstellt. Das erhöht die mögliche Bildrate, kann aber zu Tearing führen. FreeSync und G-SYNC stimmen den Zeitpunkt der Bildaktualisierung mit der fertigen nächsten Szene ab. Dadurch bleibt die Ausgabe auch bei variabler Bildrate zusammenhängend.
Spiele benötigen eigene Anpassungen
Die Systemunterstützung allein schaltet die Funktionen nicht in jedem Titel frei. Entwickler müssen ihre Grafikmenüs und Renderpfade anpassen. Als mögliche Kandidaten galten damals Gears of War: Ultimate Edition, Forza Motorsport 6: Apex und Quantum Break. Zu Forza Motorsport 6: Apex lag bereits eine UWP-Version für Windows 10 vor.
Microsoft stellte zugleich klar, dass UWP-Spiele und klassische Win32-Anwendungen unter DirectX 12 parallel unterstützt werden. Einen exklusiven Vollbildmodus brachte das Update nicht zurück. Die Neuerung war deshalb vor allem für Spiele relevant, die ihre Ausgabe auf variable Monitorfrequenzen abstimmen wollten.
