Ubisoft hat am 28. Oktober 2021 die Halbjahreszahlen für das Geschäftsjahr 2021-22 veröffentlicht und dabei für das zweite Geschäftsquartal Net Bookings von 392,1 Millionen Euro ausgewiesen. Der Wert lag deutlich über dem zuvor ausgegebenen Ziel von rund 340,0 Millionen Euro. Wesentlicher Treiber war den Angaben zufolge das Open-World-Rollenspiel Assassin’s Creed Valhalla, das sich seit seinem Erscheinen im November 2020 weiterhin stark verkaufte und monetarisierte.
Net Bookings über dem Quartalsziel
Die im zweiten Quartal erzielten Net Bookings von 392,1 Millionen Euro übertrafen die Prognose von etwa 340,0 Millionen Euro. Net Bookings sind die für die Branche relevante Steuerungsgröße, die Umsatzbeiträge aus Verkäufen und digitalen Angeboten zeitlich gemäß der Leistungserbringung abgrenzt. Das über Plan liegende Ergebnis führte Ubisoft maßgeblich auf die anhaltend hohe Nachfrage nach dem Back-Katalog sowie auf die Performance der Live-Inhalte zurück. Die Zahlen gehören zum regulären Halbjahresbericht, mit dem das Unternehmen über die erste Hälfte des bis Ende März laufenden Geschäftsjahres informierte.
Valhalla mit höherem DARPU als Odyssey
Assassin’s Creed Valhalla entwickelte sich laut Ubisoft binnen weniger als zwölf Monaten nach Erscheinen zum zweitprofitabelsten Titel der Unternehmensgeschichte. Den Vorgänger Assassin’s Creed Odyssey übertraf der Titel nach Angaben des Publishers in allen Belangen, besonders beim DARPU. Diese Kennzahl beschreibt den durchschnittlichen Umsatz je aktivem Spieler und gilt als Indikator für die Wirksamkeit der laufenden Monetarisierung über Zusatzinhalte und In-Game-Angebote. Zusätzlichen Schub lieferte die Erweiterung Die Belagerung von Paris, deren Veröffentlichung dem Unternehmen zufolge ein Rekord-Engagement nach sich zog. Die hohe Wiederkehrrate der Spieler stützte damit sowohl die Quartalszahlen als auch die langfristige Verwertung des Titels. Dass solche Erfolge die Erwartungen der Börse nicht dauerhaft absichern, zeigte sich später, als die Ubisoft-Aktie nach einer Prognosekorrektur zeitweise rund 35 Prozent verlor.
