Tony Reed wechselt von der GDAA zu Epic Games in Australien und Neuseeland

Tony Reed gibt seine Position als Geschäftsführer der Game Developers Association of Australia auf und unterstützt den Aufbau eines Büros von Epic Games in Australien und Neuseeland. Die Personalie wurde beim Abschluss der Game Connect Asia Pacific bekannt. Der zeitnahe Bericht von GamesIndustry.biz nennt den 24. Oktober 2018 als Datum der Ankündigung.

Reed leitete die GDAA seit 2009 und war damit zugleich für die Organisation der GCAP-Konferenz verantwortlich. Nach seinem Rücktritt sollte Melissa Lancuba, die bis dahin für Kommunikation und Strategie zuständig war, zunächst als Interimschefin einspringen. Ein neuer langfristiger Vorstand stand zum Zeitpunkt der Mitteilung noch nicht fest.

Epic baut regionale Präsenz aus

Die neue Aufgabe führte Reed zu Epic Games. Das Unternehmen plante eine Niederlassung für Australien und Neuseeland, ließ die genaue Funktion des Standorts zunächst aber offen. Aus der Ankündigung ging weder hervor, ob dort eigene Spiele entstehen, noch wie viele Arbeitsplätze vorgesehen waren.

Für Epic bot ein regionales Büro mehrere Ansatzpunkte. Dazu gehören der Kontakt zu Studios, die Betreuung von Entwicklern mit der Unreal Engine und die Zusammenarbeit mit lokalen Branchenverbänden. Australien verfügt über eine etablierte Entwicklerlandschaft, die über Konferenzen wie GCAP internationale Kontakte pflegt. Reed brachte aus seiner Verbandsarbeit ein breites Netzwerk und Erfahrung bei der Organisation von Branchenveranstaltungen mit.

Wechsel zwischen Verband und Technologieanbieter

Der Wechsel zeigt zugleich, wie eng Verbandsarbeit und Geschäftsentwicklung in regionalen Games-Märkten miteinander verbunden sind. Die GDAA vertritt Entwicklerinteressen und organisiert Austauschformate, während Epic mit Werkzeugen und Diensten direkt auf Produktionsteams zielt. Reed wechselte damit aus einer koordinierenden Rolle in eine Position, in der der Aufbau von Beziehungen zu Studios und Partnern im Mittelpunkt stehen dürfte.

Konkrete Pläne für das Büro sollten zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Bis dahin blieb die Personalie vor allem ein Signal für Epics wachsende Präsenz in der Region und für den Übergang der GDAA in eine neue Führungsphase.

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