Start Entwicklung Unreal Engine 4.20 erscheint: 165 Community-Verbesserungen und Virtual Camera Plugin

Unreal Engine 4.20 erscheint: 165 Community-Verbesserungen und Virtual Camera Plugin

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Unreal Engine 4.20 erscheint: 165 Community-Verbesserungen und Virtual Camera Plugin
Unreal Engine 4.20 veröffentlicht - Bild: Epic Games

Epic Games hat am 16. Juli 2018 Unreal Engine 4.20 veröffentlicht. Das Update enthält nach Angaben des Herstellers 165 Verbesserungen, die von der Entwickler-Community über GitHub eingereicht wurden. Den Schwerpunkt bilden Werkzeuge für die virtuelle Produktion, die Skalierung von Inhalten über mehrere Plattformen hinweg sowie das in der Beta befindliche Effektsystem Niagara. Für Studios, die auf Xbox One produzieren, zählen vor allem die Performance- und Skalierungswerkzeuge.

Virtual Camera Plugin und virtuelle Produktion

Neu in 4.20 ist das Virtual Camera Plugin. Es erlaubt die Steuerung einer Cine Camera in der Engine über ein iPad Pro innerhalb einer Umgebung für virtuelle Produktion. In Verbindung mit ARKit, einem Vive Tracker oder einem optischen Motion-Capture-System wie Vicon oder Optitrack werden Position und Rotation des iPad drahtlos an den PC übertragen, der im Gegenzug das Videobild an das Tablet zurückschickt. Kameraeinstellungen wie Brennweite, Blende, Fokusdistanz und Stabilisierung lassen sich per Touch anpassen. Daneben dient die virtuelle Kamera zum Erstellen hochaufgelöster Screenshots, zum Setzen von Wegpunkten und zur Aufzeichnung von Kamerafahrten.

Ebenfalls in den Beta-Status gehoben wurde das Effektsystem Niagara. Es unterstützt GPU-Simulation unter anderem auf DX11, PlayStation 4, Xbox One sowie OpenGL ES3.1 und Metal und ist als Ergänzung beziehungsweise Nachfolger des bisherigen Cascade-Systems angelegt.

Proxy LOD und Skalierung für Konsolen und Mobile

Das Proxy-LOD-System wechselt mit 4.20 vom experimentellen in den produktionsreifen Zustand. Es reduziert die Renderkosten, indem es Polygonzahl, Draw Calls und Materialkomplexität verringert, was laut Epic vor allem bei der Entwicklung für Mobile- und Konsolenplattformen messbare Gewinne bringt. Dazu kommen über 100 Optimierungen, die im Zuge der Fortnite-Umsetzung für iOS und Android entstanden sind, darunter Hardware- und Software-Occlusion-Queries sowie Verbesserungen bei Landscape und Android-Debugging. Wie weit Epic seine Engine öffentlich präsentiert, zeigte sich später beim Features Reel zur GDC 2019.

Für Xbox-Studios, die auf Unreal Engine 4 setzen, sind diese Skalierungswerkzeuge für die plattformübergreifende Produktion relevant. Proxy LOD und die Mobile-Optimierungen zielen auf denselben Kern wie die Konsolenfertigung, nämlich das Halten konstanter Bildraten bei wachsender Szenenkomplexität. Die 165 über GitHub eingereichten Verbesserungen setzen den offenen Entwicklungsprozess der Engine fort.

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