TIGA-Report 2026: Fachkräftemangel betrifft weiterhin 29 Prozent der britischen Games-Studios

Der britische Branchenverband TIGA beschreibt in seinem Skills, Training and Education in the Games Industry 2026 genannten Bericht anhaltende Engpässe bei qualifizierten Beschäftigten. Laut der offiziellen TIGA-Auswertung melden 29 Prozent der befragten britischen Studios weiterhin einen Fachkräftemangel. In den drei zurückliegenden Erhebungen ist der Anteil damit von 70 auf 29 Prozent gesunken.

Von den Studios mit offenen Stellen nennen 79 Prozent fehlende Bewerber mit den erforderlichen Fähigkeiten, der passenden Erfahrung oder den nötigen Qualifikationen als Hauptgrund. Programmierstellen sind besonders schwer zu besetzen: 57 Prozent der Unternehmen berichten von Engpässen in diesem Bereich. Kunst und Design werden jeweils von 14 Prozent der befragten Studios als besonders betroffene Felder genannt.

Mehrarbeit und Outsourcing als Folgen

Die offenen Stellen wirken sich direkt auf bestehende Teams aus. 62 Prozent der befragten Unternehmen geben an, dass der Personalmangel die Arbeitsbelastung ihrer Beschäftigten erhöht. 40 Prozent vergeben deshalb zusätzliche Aufgaben an externe Dienstleister. Weiterbildung, interne Beförderungen und Outsourcing gehören laut TIGA zu den wichtigsten Maßnahmen, mit denen Studios die Lücken kurzfristig ausgleichen.

Befragung umfasst mehr als 3.000 Beschäftigte

Die Erhebung wurde im vierten Quartal 2025 durchgeführt. Die teilnehmenden Spieleunternehmen beschäftigen zusammen mehr als 3.000 Menschen und repräsentieren damit laut TIGA rund elf Prozent der britischen Entwicklerbelegschaft. Der Verband sieht neben kurzfristiger Weiterbildung auch bei Ausbildung und Nachwuchsgewinnung weiteren Bedarf, damit die Studios ihre Produktionspläne langfristig mit ausreichend Fachkräften besetzen können.

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