Take-Two Interactive Software hat am 6. Februar 2023 die Zahlen für das dritte Geschäftsquartal des Fiskaljahres 2023 (Quartal zum 31. Dezember 2022) vorgelegt. Die Net Bookings stiegen um 60 Prozent auf 1,38 Milliarden US-Dollar, gegenüber 866,1 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal. Der GAAP-Nettoumsatz legte um 56 Prozent auf 1,41 Milliarden US-Dollar zu, nach 903,3 Millionen US-Dollar ein Jahr zuvor. Maßgeblich für den Anstieg ist die erstmalige Vollkonsolidierung von Zynga, deren Zusammenschluss mit Take-Two am 23. Mai 2022 abgeschlossen wurde und die Vergleichbarkeit gegenüber dem Vorjahr verändert.
Wiederkehrende Umsätze tragen 78 Prozent der Net Bookings
Das Recurrent Consumer Spending, das laufende Ausgaben für virtuelle Währungen, Zusatzinhalte, In-Game-Käufe und In-Game-Werbung umfasst, wuchs bei den Net Bookings um 117 Prozent und stellte damit 78 Prozent der gesamten Net Bookings. Bezogen auf den GAAP-Nettoumsatz erhöhte sich dieser Posten um 104 Prozent und machte 79 Prozent des Umsatzes aus. Digital ausgelieferte Net Bookings stiegen um 72 Prozent auf 1,31 Milliarden US-Dollar und erreichten einen Anteil von 95 Prozent. Zu den größten Beiträgen zählten neben NBA 2K23 sowie Grand Theft Auto Online und Grand Theft Auto V auch die ehemals von Zynga verantworteten Mobile-Titel Empires & Puzzles, Toon Blast, Words With Friends, Merge Dragons und Toy Blast. Damit verschob sich der Schwerpunkt deutlich in Richtung des Mobile-Geschäfts, das Take-Two mit der Übernahme von Zynga gezielt ausgebaut hatte.
Nettoverlust, gesenkte Jahresprognose und Sparprogramm
Trotz des Umsatzwachstums wies der Konzern einen GAAP-Nettoverlust von 153,4 Millionen US-Dollar beziehungsweise 0,91 US-Dollar je Aktie aus, nach einem Nettogewinn von 144,6 Millionen US-Dollar oder 1,24 US-Dollar je verwässerter Aktie im Vorjahresquartal. Die Net Bookings blieben laut Vorstandschef Strauss Zelnick leicht unter der bisherigen Prognose, da Verbraucher ihre Feiertagsausgaben angesichts der gesamtwirtschaftlichen Lage stärker auf etablierte Blockbuster-Marken und Titel mit Preisaktionen verlagerten. Take-Two senkte die Net-Bookings-Prognose für das Gesamtjahr 2023 auf 5,2 bis 5,25 Milliarden US-Dollar. Zugleich kündigte das Unternehmen ein Kostensenkungsprogramm an, das jährliche Einsparungen von mehr als 50 Millionen US-Dollar bringen soll. Spätere Einschnitte wie die Schließung von Studios in Seattle und London sollten diesen Sparkurs fortsetzen. Das Programm tritt zusätzlich zu den über 100 Millionen US-Dollar an Kostensynergien hinzu, die aus dem Zusammenschluss mit Zynga erwartet werden. Zum 31. Dezember 2022 verfügte Take-Two über liquide Mittel und kurzfristige Anlagen von 1,13 Milliarden US-Dollar bei Verbindlichkeiten von 3,09 Milliarden US-Dollar.
