Take-Two: Erhöhte Marketingausgaben im SEC-Bericht stehen nicht mit GTA 6 in Verbindung

Spekulationen um einen bevorstehenden Veröffentlichungszeitraum von Grand Theft Auto 6 haben nach der Veröffentlichung des jüngsten Jahresberichts von Take-Two Interactive neue Nahrung erhalten. Im aktuellen 10-K-Bericht an die US-Börsenaufsicht SEC wies der Konzern für das Geschäftsjahr 2024 (April 2023 bis März 2024) geplante Marketingverpflichtungen in Höhe von 89,3 Millionen US-Dollar aus. Dies entspricht mehr als einer Verdopplung im Vergleich zu den umliegenden Wirtschaftsjahren und veranlasste Finanzanalysten zu der Vermutung, dass in diesem Zeitraum eine groß angelegte Werbekampagne für den nächsten Serienteil von Rockstar Games finanziert werden soll.

Take-Two stellt Bezug zu Drittanbieter-Partnerschaften klar

Gegenüber Branchenmedien trat ein Unternehmenssprecher von Take-Two dieser Annahme jedoch entschieden entgegen. Wie GamesIndustry.biz berichtet, beziehen sich die ausgewiesenen vertraglichen Marketingverpflichtungen ausschließlich auf externe Kooperationspartner und nicht auf interne Entwicklungsstudios. Da Rockstar Games als hundertprozentige Konzerntochter intern geführt wird, tauchen dessen Marketingbudgets nicht in diesem spezifischen Posten des Jahresberichts auf.

Analyst Jeff Cohen von der Investmentbank Stephens hatte zuvor Parallelen zu früheren Veröffentlichungen gezogen, bei denen ähnliche Budgeterhöhungen im Vorfeld der Veröffentlichung von Red Dead Redemption 2 beobachtet wurden. Die Klarstellung des Managements macht die bilanzielle Trennung zwischen internen Produktionen und extern lizenzierten Projekten deutlich. Bereits im September 2019 hatte Take-Two-Chef Strauss Zelnick betont, dass die Produktionskosten durch kommende Konsolengenerationen stabil gehalten werden sollen, während das Studioportfolio weiter wächst.

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