Variety berichtete am 30. Juli 2020, dass Netflix und Ubisoft an einer animierten Serie zu Splinter Cell arbeiten. Derek Kolstad, der als Autor der John-Wick-Filme bekannt ist, sollte das Drehbuch schreiben und als Executive Producer beteiligt sein.
Zwei Staffeln mit 16 Episoden geplant
Nach Informationen aus dem Umfeld der Produktion lag Netflix zu diesem Zeitpunkt eine Bestellung über zwei Staffeln mit insgesamt 16 Episoden vor. Netflix, Ubisoft und Kolstads Vertreter bestätigten gegenüber Variety keine Details zu dem Deal. Die Zahl beschreibt deshalb den damaligen Bericht über die Planung, nicht eine offiziell veröffentlichte Episodenliste.
Sam Fisher als Vorlage für die Adaption
Die Spielreihe folgt dem ehemaligen Navy SEAL Sam Fisher, der für die NSA und die Geheimdienstabteilung Third Echelon verdeckte Einsätze übernimmt. Der erste Teil erschien 2002, danach folgten sechs weitere Spiele und mehrere Romane. Die Serie sollte diese Figur und den auf lautlose Operationen ausgerichteten Kern der Marke in ein animiertes Format übertragen.
Kolstad brachte neben der Arbeit an der John-Wick-Reihe weitere Erfahrungen aus Serien- und Filmproduktionen mit. Variety verwies unter anderem auf seine Beteiligung an Die Hart und an The Falcon and the Winter Soldier. Für Ubisoft war die Produktion ein weiteres Beispiel dafür, Spielemarken gemeinsam mit Streaming- und TV-Partnern auszubauen.
Ubisoft baut Marken für Film und Serie aus
Ubisoft arbeitete zu diesem Zeitpunkt bereits an weiteren Adaptionen. Die von Apple TV+ ausgestrahlte Serie Mythic Quest entstand ebenfalls mit Beteiligung des Publishers. Außerdem war die Assassin’s Creed-Verfilmung aus dem Jahr 2016 ein früherer Versuch, eine Spielemarke für ein breiteres Film- und Serienpublikum aufzubereiten. Für Splinter Cell blieb die konkrete Umsetzung der Netflix-Serie nach der Ankündigung zunächst offen.
