SpiderFoot ist ein Open-Source-Werkzeug für automatisierte OSINT-Recherchen. Das Projekt sammelt öffentlich erreichbare Informationen zu Domains, IP-Adressen, E-Mail-Adressen, Benutzernamen und weiteren Startpunkten. Die offizielle SpiderFoot-Projektseite auf GitHub dokumentiert Installation, Module und die Nutzung der Weboberfläche.
Module verbinden öffentliche Datenquellen
SpiderFoot zerlegt eine Recherche in Module, die je nach Ziel unterschiedliche Quellen und Abfragen verwenden. Dazu gehören unter anderem DNS- und WHOIS-Daten, Zertifikate, Suchmaschinen, öffentliche Archive und bekannte Datenlecks. Die Ergebnisse können in der Weboberfläche als Beziehungen und Fundstellen betrachtet werden. Der Umfang hängt von der Konfiguration und den aktivierten API-Schlüsseln ab.
Für Entwickler und Administratoren ist die Aufteilung in einzelne Module praktisch, weil sich Suchläufe an die eigene Umgebung anpassen lassen. Ein Scan kann auf eine Domain, eine IP-Adresse oder einen Benutzernamen begrenzt werden. Das Projekt liefert dabei Hinweise und Fundstellen, ersetzt aber keine manuelle Prüfung der Daten und ihrer Aktualität.
Nur mit eigener Berechtigung einsetzen
OSINT-Werkzeuge dürfen nur auf eigenen Systemen oder mit ausdrücklicher Genehmigung eingesetzt werden. Auch öffentlich sichtbare Informationen können personenbezogene Daten enthalten. Scan-Geschwindigkeit, API-Limits, Nutzungsbedingungen der abgefragten Dienste und die Aufbewahrung der Ergebnisse müssen deshalb vor einem Lauf festgelegt werden. Ein älterer XboxDev-Bericht zu einer Sicherheitslücke zeigt, warum öffentlich auffindbare technische Hinweise nicht ohne Prüfung als bestätigter Vorfall gelten dürfen.
SpiderFoot eignet sich damit vor allem für dokumentierte Bestandsaufnahmen, die Prüfung der eigenen Angriffsfläche und vorbereitende Recherche in autorisierten Penetrationstests. Für eine belastbare Bewertung bleiben Quellenprüfung, rechtliche Freigabe und die Einordnung durch Sicherheitsteams notwendig.
