South by Southwest 2016: Samsung zeigt Entrim 4D

Samsung zeigt auf der South by Southwest 2016 den experimentellen VR-Kopfhörer Entrim 4D. Die Hersteller-Mitteilung vom 14. März nennt Vorführungen vom 13. bis 16. März im Austin Convention Center. Das C-Lab-Projekt soll Bewegungen aus virtuellen Szenen nicht nur sichtbar, sondern auch körperlich wahrnehmbar machen.

Entrim 4D kombiniert nach Samsungs Darstellung Algorithmen mit galvanischer vestibulärer Stimulation, kurz GVS. Elektroden am Kopfhörer geben elektrische Signale an das Gleichgewichtssystem ab. Die Signale sollen zu Bewegungsdaten passen, die Entwickler für die jeweiligen Inhalte vorgeben. Der Ansatz unterscheidet sich damit von einem Kopfhörer, der ausschließlich räumlichen Ton wiedergibt.

Herstellerangaben, kein Wirksamkeitsnachweis gegen VR-Übelkeit

Samsung nennt Versuche mit mehr als 1.500 Menschen und 30 entwickelte Bewegungsmuster. Eine weitere Fassung mit zusätzlichen Elektroden soll Drehbewegungen vermitteln. Das Team hofft außerdem auf eine Lösung gegen Motion Sickness. Die Mitteilung enthält dazu aber keine kontrollierte Studie oder belastbare Wirksamkeitsdaten. Eine nachgewiesene gesundheitliche Wirkung lässt sich daraus nicht ableiten.

Das Unternehmen hatte zuvor Samsung Internet für Gear VR mit Unterstützung für 360-Grad- und 3D-Videos vorgestellt. Entrim 4D betrifft eine andere Ebene der VR-Anwendung: zusätzliche Bewegungsreize statt des Zugangs zu Medieninhalten.

Archivhinweis: Entrim 4D war im März 2016 ein Forschungsprototyp, kein angekündigtes Serienprodukt. Die Messevorführung liegt in der Vergangenheit; dieser Beitrag dokumentiert keinen aktuellen Verkauf oder medizinische Empfehlung.

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