Die Sony Group Corporation hat am 14. Mai 2025 ihren konsolidierten Jahresabschluss zum 31. März 2025 in einem Form-6-K-Bericht bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht. Das Segment Game & Network Services (G&NS) bleibt darin die umsatzstärkste Sparte des Konzerns. Der Segmentumsatz inklusive konzerninterner Lieferungen stieg auf 4.670,0 Milliarden Yen nach 4.267,7 Milliarden Yen im Vorjahr, ein Plus von 402,3 Milliarden Yen. Das Betriebsergebnis kletterte von 290,2 auf 414,8 Milliarden Yen und legte damit um 124,6 Milliarden Yen zu.
Die kumulierte Auslieferung der PlayStation 5 erreichte zum Stichtag rund 77,8 Millionen Einheiten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr setzte Sony 18,5 Millionen Konsolen ab, davon 2,8 Millionen im vierten Quartal von Januar bis März 2025. Damit liegt der Jahresabsatz unter den 20,8 Millionen Einheiten des Vorjahres. Die Ergebnisstruktur des Segments verschiebt sich vom Hardwaregeschäft hin zu wiederkehrenden Erlösen. Beim direkten Konkurrenten zeigt sich ein vergleichbares Muster: Die Xbox Series X|S blieb unter 30 Millionen Einheiten, wurde aber erstmals profitabel.
Software und Netzwerkdienste treiben den Umsatz
Die Aufschlüsselung nach Produktkategorien zeigt die Verlagerung deutlich. Der externe G&NS-Umsatz aus Geschäften mit Kunden betrug 4.543,6 Milliarden Yen. Die Kategorie Digital Software and Add-on Content wuchs von 1.934,6 auf 2.290,5 Milliarden Yen, ein Zuwachs von 355,9 Milliarden Yen. Die Network Services legten von 545,5 auf 669,9 Milliarden Yen zu, ein Plus von 124,3 Milliarden Yen. Die Kategorie Hardware and Others, die unter anderem die Heimkonsolen umfasst, sank dagegen von 1.692,9 auf 1.583,2 Milliarden Yen und damit um 109,7 Milliarden Yen.
Das Wachstum des Segments stammt also aus digitalen Inhalten und Netzwerkdiensten, während der Hardwareumsatz im Zuge des sinkenden Konsolenabsatzes rückläufig ist. Der Anstieg des Betriebsergebnisses um 124,6 Milliarden Yen geht maßgeblich auf die margenstärkeren digitalen Erlöse zurück. Innerhalb des Konzerns liefert das Segment damit den größten absoluten Umsatzbeitrag aller operativen Sparten. Auch Microsoft verlagert das Gaming-Geschäft zwischen Konsolenrückgang und Plattform-Strategie, sodass beide Hersteller dieselbe strategische Richtung verfolgen.
Finanzsparte als aufgegebener Geschäftsbereich klassifiziert
Parallel zur Vorlage der Jahreszahlen weist Sony auf eine bilanzielle Änderung hin. Im Zuge des geplanten Spin-offs wird das Segment Financial Services künftig als aufgegebener Geschäftsbereich nach IFRS 5 ausgewiesen und getrennt von den fortgeführten Aktivitäten dargestellt. Die fortgeführten Geschäftsbereiche umfassen demnach Sonys Aktivitäten ohne die Finanzsparte. Vergleichszahlen früherer Perioden werden ab dem ersten Quartal des folgenden Geschäftsjahres entsprechend angepasst.
Auf Konzernebene wies Sony für das Geschäftsjahr einen Umsatz aus Verkäufen und Finanzdienstleistungen von 12.957,1 Milliarden Yen und ein konsolidiertes Betriebsergebnis von 1.407,2 Milliarden Yen aus. Mit einem Betriebsergebnis von 414,8 Milliarden Yen steuert das G&NS-Segment knapp ein Drittel des operativen Gewinns aller operativen Segmente bei. Details zu allen Segmentwerten finden sich im eingereichten Form-6-K-Bericht.