Die Sony Group Corporation hat im Geschäftsbericht zum Geschäftsjahr 2022, das am 31. März 2023 endete, für die Sparte Game & Network Services (G&NS) einen Umsatz von 3.644,6 Milliarden Yen ausgewiesen. Damit überschreitet der Bereich erstmals die Marke von drei Billionen Yen. Es ist laut dem am 28. April 2023 veröffentlichten Quartals- und Jahresbericht der höchste Wert in der Geschichte des Segments. Treiber war die wieder normalisierte PlayStation-5-Produktion, nachdem die vorangegangenen Lieferengpässe abgearbeitet waren.
PS5-Auslieferungen erholen sich von der Knappheit
Sony lieferte im Geschäftsjahr 2022 insgesamt 19,1 Millionen PlayStation-5-Konsolen an den Handel aus. Allein im vierten Quartal, also den drei Monaten bis zum 31. März 2023, entfielen davon 6,3 Millionen Einheiten. Die kumulierte Auslieferungsmenge seit Marktstart (Life-to-Date) summiert sich damit auf 38,4 Millionen Konsolen. Die Zahlen markieren den Wendepunkt nach der durch die Halbleiterknappheit bedingten Verfügbarkeitslücke, die den PS5-Absatz in den ersten beiden Jahren nach dem Launch im November 2020 begrenzt hatte.
Der sprunghafte Anstieg gegenüber dem Vorjahr ging vor allem auf die verbesserte Komponentenversorgung und eine ausgeweitete Fertigungskapazität zurück. Sony arbeitete die zuvor aufgelaufene Nachfrage ab und machte die Konsole im Jahresverlauf weitgehend flächendeckend verfügbar. Das vierte Quartal war dabei das absatzstärkste Schlussquartal in der bisherigen PlayStation-Historie. Im direkten Vergleich blieb der Konkurrent in einer anderen Größenordnung: Die Verkaufszahlen der Xbox Series X|S bewegten sich zu diesem Zeitpunkt noch unter der 30-Millionen-Schwelle.
Game & Network Services überschreitet die Drei-Billionen-Marke
Mit 3.644,6 Milliarden Yen erreicht der Geschäftsbereich Game & Network Services seinen höchsten Jahresumsatz. Zum Wachstum trugen neben dem Hardwaregeschäft auch Wechselkurseffekte sowie Erlöse aus Software und Netzwerkdiensten bei. Der Bereich bündelt das PlayStation-Hardwaregeschäft, das Spielesoftware-Geschäft sowie die wiederkehrenden Umsätze aus PlayStation Plus und weiteren Netzwerkdiensten.
Die wiederhergestellte Lieferfähigkeit der PS5 gibt Sony die Grundlage, um die installierte Basis weiter auszubauen und damit das margenstärkere Geschäft mit Software und Services zu skalieren. Das Geschäftsjahr 2022 markiert für die Gaming-Sparte den Wechsel von einer angebotsbeschränkten Phase hin zu einem Marktumfeld, in dem wieder die Nachfrage den Takt vorgibt.
