Sony Interactive Entertainment hebt die Verkaufspreise der PlayStation 5 in mehreren Regionen an. SIE-Chef Jim Ryan hat die Anpassung am 25. August 2022 im offiziellen PlayStation Blog angekündigt und mit der hohen globalen Inflation sowie ungünstigen Wechselkursen begründet. Betroffen sind Märkte in EMEA, APAC und LATAM sowie Kanada. In den Vereinigten Staaten bleiben die Preise unverändert.
In Europa kostet die PS5 mit Ultra-HD-Blu-ray-Laufwerk künftig 549,99 Euro, die Digital Edition 449,99 Euro. Im Vereinigten Königreich liegen die Preise bei 479,99 beziehungsweise 389,99 Pfund. Für Japan werden 60.478 Yen für die Disc-Variante und 49.478 Yen für die Digital Edition aufgerufen, hier greift die Erhöhung erst zum 15. September 2022. In den übrigen genannten Regionen gelten die neuen Preise unmittelbar. Sony nennt zudem konkrete Werte für China, Australien, Mexiko und Kanada und weist darauf hin, dass weitere, nicht aufgeführte Märkte in EMEA, APAC und LATAM ebenfalls Anpassungen erhalten können.
Preisanhebung statt Senkung mitten im Lebenszyklus
Üblicherweise sinken Konsolenpreise im Verlauf einer Hardware-Generation, da die Fertigungskosten mit steigenden Stückzahlen fallen. Sony bricht mit diesem Muster und erhöht die Preise rund zwei Jahre nach dem Marktstart der PS5. Jim Ryan verweist auf das gesamtwirtschaftliche Umfeld, das viele Branchen unter Druck setze. Die PlayStation 5 war zum Zeitpunkt der Ankündigung in zahlreichen Regionen weiterhin schwer verfügbar. Bei der Konkurrenz lief es anders herum: die Xbox Series X|S erreichte zwar geringere Verkaufszahlen, hielt die Preise zu diesem Zeitpunkt aber stabil.
USA bewusst ausgenommen
Auffällig ist der Verzicht auf eine Erhöhung im US-Markt. Der Dollar hatte gegenüber Euro, Pfund und Yen deutlich aufgewertet, sodass die Wechselkursargumentation vor allem außerhalb der Vereinigten Staaten greift. Für Sony bedeutet die Maßnahme, dass Umsätze aus Europa und Asien in Dollar gerechnet wieder näher an die ursprüngliche Preiskalkulation rücken. Die Anpassung betrifft ausschließlich die Konsolen selbst, Zubehör wie der DualSense-Controller wird in der Mitteilung nicht erwähnt. Bei der Hardware-Konkurrenz suchte Microsoft seine Antworten zur selben Zeit eher in flexibleren Abomodellen, etwa über eine günstigere, cloud-basierte Game-Pass-Stufe.
