Der frühere Red-Dead-Redemption-Designer Kris Roberts berichtet von angeordneter Wochenendarbeit bei Rockstar Games. Seine Aussagen beziehen sich auf die eigene Zeit im Studio und sind nicht als aktuelle Stellungnahme des Publishers dokumentiert.
Roberts beschreibt eine Entwicklung von regulären Arbeitstagen über halbe Samstage bis zu einer Arbeitswoche ohne freien Tag. Bei kurzfristigen E-Mails sei von Beschäftigten erwartet worden, auch am Sonntag im Büro zu erscheinen. Nach seiner Darstellung standen diese Aufforderungen teilweise im Zusammenhang mit Besuchen von Führungskräften.
Crunch als Eindruck von ständiger Präsenz
Der ehemalige Designer unterscheidet zwischen freiwilligen Mehrstunden und Arbeit, die kurzfristig durch das Management verlangt worden sei. In den von ihm geschilderten Fällen habe es nicht immer um einen konkreten Fehler oder einen unmittelbar bevorstehenden Build gegangen. Stattdessen sollte nach seiner Wahrnehmung der Eindruck entstehen, dass das Team ständig vor Ort arbeite.
Roberts zählt die Erfahrungen zu den Gründen für seinen Abschied. Die aktuelle Gewerkschaftsgründung bei Rockstar-Beschäftigten zeigt, dass Arbeitsbedingungen beim Unternehmen auch heute Gegenstand organisierter Auseinandersetzungen sind. Rockstar Games hat die persönliche Schilderung von Roberts in den zugrunde liegenden Berichten nicht kommentiert.
