Start Hardware Rechenzentren: Microsoft tauscht Server künftig nur alle sechs Jahre aus

Rechenzentren: Microsoft tauscht Server künftig nur alle sechs Jahre aus

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Rechenzentren: Microsoft tauscht Server künftig nur alle sechs Jahre aus
Rechenzentren: Microsoft tauscht Server künftig nur alle sechs Jahre aus - Bild: offizielle Quelle

Microsoft verlängert die Nutzungsdauer seiner Server für Clouddienste deutlich. Wie CFO Amy Hood am 3. August 2022 in einem Quartalsbericht mitteilte, wird Hardware künftig sechs statt vier Jahre im Einsatz bleiben. Mit den Servern stellt das Unternehmen Dienste wie Azure, Windows 365 und Office 365 bereit. Gleiches gilt für Netzwerkausrüstung in den Rechenzentren, also Router, Switches und weitere Komponenten.

Fortschritte bei der Software sollen es erlauben, Server effizienter und sparsamer zu betreiben. Zudem sei Hardware widerstandsfähiger gegenüber Ausfällen geworden und müsse deshalb seltener ausgetauscht werden. Ein wesentliches Ziel dürfte aber vor allem die Kostenersparnis sein: Hood beziffert die jährliche Einsparung auf rund 3,7 Milliarden US-Dollar, davon sollen 1,1 Milliarden bereits im folgenden Quartal sichtbar werden.

Microsoft folgt auf AWS und Google

Microsoft ist der dritte große Cloudanbieter, der die Betriebszeiten seiner Server erhöht. Amazon Web Services betreibt Server künftig fünf Jahre und Netzwerkausrüstung sechs Jahre lang, eine Verlängerung um jeweils ein Jahr. Google verlängert die Nutzungsdauer von drei auf vier Jahre und bleibt damit unter den dreien der Anbieter, der am ehesten aktuelle Hardware einsetzt.

Auswirkungen auf Kunden und Chip-Hersteller

Kundinnen und Kunden von Microsoft müssen sich darauf einstellen, länger keine aktuellen CPU-Kerne für virtuelle Maschinen und andere Dienste zu erhalten. In der Cloud lässt sich das durch sinkende Kosten oder durch horizontale Skalierung, also das Hinzufügen weiterer Rechenressourcen, ausgleichen. Hersteller wie Intel und AMD müssen sich hingegen auf einen Rückgang bei den Verkaufszahlen von Server-CPUs einstellen, da diese künftig seltener nachgekauft werden.

Auch abseits der längeren Serverlaufzeiten baut Microsoft seine Cloud-Infrastruktur konsequent aus, etwa mit der milliardenschweren Investition in neue Rechenzentren in Österreich, die kurz zuvor bekannt wurde.

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