Project Stream: Google testet Spiele-Streaming im Chrome-Browser

Google hat am 1. Oktober 2018 den technischen Test Project Stream angekündigt. Gemeinsam mit Ubisoft will das Unternehmen Assassin’s Creed Odyssey aus der Cloud in einen Chrome-Browser auf einem Laptop oder Desktop übertragen.

Der Test sollte am 5. Oktober mit einer begrenzten Zahl an Teilnehmern beginnen. Google stellte den Zugriff für die Dauer der Testphase kostenlos bereit. Im Mittelpunkt stand nicht nur das Spiel, sondern die Frage, ob eine aufwendige Echtzeit-Anwendung über eine Internetverbindung mit kurzen Reaktionszeiten nutzbar bleibt.

Spiele-Streaming verlangt Reaktionszeiten im Millisekundenbereich

Google beschreibt bei Filmen und Serien einige Sekunden Puffer als akzeptabel. Bei Spielen muss die Eingabe des Controllers dagegen in sehr kurzer Zeit an den Dienst übertragen, verarbeitet und als Bild zurückgesendet werden. Project Stream sollte diese Latenz beim Streamen eines grafisch anspruchsvollen Spiels untersuchen, ohne die Bildqualität stark zu reduzieren.

Die offizielle Projektbeschreibung nennt für die Darstellung zahlreiche Echtzeitaufgaben, darunter Rendering, Animation, Simulation, Physik und visuelle Effekte. Damit unterscheidet sich der technische Test von gewöhnlichen Videostreams, bei denen die Wiedergabe vorab gepuffert werden kann und Eingaben keine Rolle spielen.

Assassin’s Creed Odyssey war für Google ein besonders anspruchsvoller Testfall, weil die offene Spielwelt kontinuierlich neue Szenen, Figuren und Effekte erzeugt. Der Dienst sollte diese Berechnung übernehmen und das fertige Bild an den Chrome-Browser liefern, während die Steuerung vom lokalen Gerät ausging.

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