Intel hat Project Alloy am 16. August 2016 auf dem Intel Developer Forum in San Francisco vorgestellt. Die offizielle Intel-Dokumentation beschreibt das System als kabellose Virtual-Reality-Plattform mit integrierter Intel-RealSense-Technik.
Kabellose VR-Hardware mit RealSense
Die Rechenleistung sitzt direkt im Head-Mounted Display. Dadurch benötigt Project Alloy kein Verbindungskabel zum Computer und soll Bewegungen über sechs Freiheitsgrade in einem größeren Raum ermöglichen. Mehrere RealSense-Kameras am Headset erfassen Hände, Wände und andere Objekte. Eine externe Sensorinstallation ist laut Intel nicht erforderlich.
Intel beschreibt die Technik als Merged Reality, weil reale Elemente in der virtuellen Umgebung sichtbar bleiben und mit den Händen beeinflusst werden können. Die Tiefenerfassung soll zugleich Kollisionen erkennen und verhindern. Das Konzept zielt damit auf Anwendungen, bei denen die räumliche Bewegung und die Interaktion mit der Umgebung Teil der VR-Erfahrung sind.
Offene Plattform für Entwickler
Intel wollte die Hardware 2017 als offene Plattform anbieten und sowohl das Design als auch offene APIs für Partner und Entwickler bereitstellen. Zusätzlich arbeitete das Unternehmen mit Microsoft an Windows-basierten Inhalten und Erlebnissen für Intel-VR-Geräte. Die Entwicklerausrichtung ergänzt die damalige HoloLens Development Edition, die Microsoft bereits für erste Anwendungen und Spiele geöffnet hatte.
