Microsoft hat am 9. Mai 2025 mit PIX on Windows 2505.09 eine umfangreich überarbeitete Version seines Performance-Tuning- und Debugging-Werkzeugs für Direct3D-12-Titel veröffentlicht. Im Mittelpunkt steht eine grunderneuerte Oberfläche, die nach Angaben des PIX-Teams die Auffindbarkeit von Funktionen und die Konsistenz über die verschiedenen Capture-Typen hinweg verbessern soll. Dazu kommt ein Layout-Editor, der anpassbare Arbeitsbereiche per Drag-and-Drop erlaubt, sowie eine direkt in PIX integrierte Variante des DirectX Control Panels zum Einsehen und Ändern der Direct3D-Debug-Einstellungen.
Neue Oberfläche, Layout-Editor und erweiterte GPU-Analyse
Die seit Jahren weitgehend unveränderte PIX-Oberfläche erhält mit 2505.09 die umfassendste Überarbeitung seit langem. Der Layout-Editor löst das bisher starre Fensterarrangement ab. Ansichten lassen sich frei positionieren und als wiederverwendbare Arbeitsbereiche sichern. Die Integration des DirectX Control Panels verlagert die Konfiguration der Direct3D-Debug-Einstellungen vom externen Systemwerkzeug in die PIX-Umgebung selbst. Damit reiht sich das Release in eine längere Folge von Tooling-Verbesserungen ein, wie sie auch das Microsoft Game Development Kit immer wieder erhält.
Im Bereich der GPU-Captures kommen zwei neue eingebaute Visualizer hinzu. Der VRS-Visualizer stellt die per Variable Rate Shading verwendeten Pixel-Shading-Raten dar, der Quad-Utilization-Visualizer macht Helper-Lanes sichtbar und damit ineffiziente Quad-Auslastung in Pixel-Shadern erkennbar. Ergänzt wird dies durch eine Ressourcenansicht für Work Graphs in der Pipeline-View sowie durch das Experiment zur NURI-Erkennung, das fehlerhafte Zugriffe über NonUniformResourceIndexing aufspürt. Aktualisierte Plugins decken neue Hardware ab, darunter AMDs RX 9070 sowie 8000S- und 800M-Serien, NVIDIAs Blackwell-GPUs und Qualcomms Snapdragon X Elite und Plus.
Energie-Metriken für Akku- und Handheld-Zielplattformen
Für Timing Captures ergänzt 2505.09 Battery-Optimization-Metriken, die auf mobile und Handheld-Gaming-Geräte zugeschnitten sind. Damit rücken Energieverbrauch und Akkuverhalten neben die klassischen CPU- und GPU-Zeitprofile, was für die wachsende Klasse akkubetriebener Windows-Handhelds relevant ist. Geräte wie das kürzlich vorgestellte ROG Xbox Ally X20 gehören zu genau dieser Geräteklasse. Hinzu kommen das Aufzeichnen von Video-Frames parallel zu den Timing-Daten, Budget Profiles zum Definieren von Performance-Zielen je Hardware-Spezifikation, GPU-PIX-Events mit getrennten CPU-Threads für Begin- und End-Aufrufe sowie erweiterte Speicherprofilierung mit Working-Set-Tracking und CPU-Auslastungs-Sublanes in der Timeline.
Insgesamt umfasst die Version nach Angaben des Teams über zwei Dutzend technische Verbesserungen und Fehlerkorrekturen, die unter anderem die Zuverlässigkeit der Captures, die Replay-Performance und die Stabilität der Oberfläche betreffen. Die modernisierte UX und die neuen Energie-Metriken machen PIX damit besser geeignet für das Profiling von Titeln, die auf energiebegrenzten Zielplattformen laufen sollen.
