Das PIX-Team von Microsoft hat am 5. August 2019 die Version PIX on Windows 1908.02 veröffentlicht. Das Update dreht sich um zwei Teile des Performance- und Debugging-Werkzeugs für DirectX-12-Anwendungen. Zum einen gibt es eine überarbeitete Pipeline-Ansicht für DirectX Raytracing in den GPU Captures, zum anderen eine erweiterte Auswertung von CPU-Samples in den neuen Timing Captures. Als Autor der Ankündigung nennt der Devblog Austin Kinross, Engineering Manager im PIX-Team.
Was sich an der DXR-Pipeline-Ansicht ändert
Mit 1908.02 bekommt die DirectX Raytracing Pipeline View in den GPU Captures laut PIX-Team die letzten Anpassungen und Leistungsverbesserungen. Die neue Umsetzung zeigt zwei Ressourcensätze: einmal eine Liste der Shader Tables, die von DispatchRays()-Events verwendet werden, und einmal die Ressourcen, die an ausgewählte Shader Records gebunden sind. Diese Trennung soll die Leistungsprobleme der alten Variante umgehen, die beim Verarbeiten großer Shader Tables auftraten. Für die Analyse von Raytracing-Workloads auf DirectX-12-Basis ist das ein wichtiger Punkt, und genau hier setzt das Werkzeug von Microsoft an.
Neben der Pipeline-Ansicht listet der Devblog mehrere Korrekturen mit DXR-Bezug auf. Dazu gehört ein Fix für DXR-Anwendungen, die lokale Root Signatures als nullptr deklarieren. Insgesamt bringt die Version laut Microsoft mehr als 40 Bugfixes und Verbesserungen mit. Darunter fallen Anpassungen beim Debugging von DXIL-Shadern, Unterstützung für NVIDIA-GPU-Counter auf Volta- und Turing-Hardware sowie Unterstützung für die AMD Radeon RX 5700-Familie.
CPU-Samples in den neuen Timing Captures auswerten
Der zweite Schwerpunkt liegt bei der Auswertung von CPU-Daten in den neuen Timing Captures. Die Range Details-Ansicht analysiert jetzt die CPU-Samples, die während einer Aufnahme erfasst wurden. Darstellen lassen sich die Daten entweder als Stack-Baum oder als flache Funktionsliste, in beiden Fällen mit inklusiven und exklusiven Zählwerten und mit Prozentangaben. So lassen sich häufig aufgerufene Funktionen erkennen, was bei der Suche nach CPU-seitigen Leistungsengpässen hilft.
Außerdem erhalten die Range Details- und die Element Details-Ansicht mehr Metriken. Neu sind Werte wie Ausführungszeit, Stall-Dauer sowie inklusive und exklusive Berechnungen für Dauer und Ausführungszeit. Die Version gibt es laut Devblog über den PIX-Downloadbereich. Probleme lassen sich über die Feedback-Schaltfläche oben rechts in der Anwendung an das Team melden.