Microsoft hat sein Performance- und Debugging-Werkzeug für Windows in der Version 2505.09 am 9. Mai 2025 veröffentlicht. Drei Dinge stehen im Vordergrund: eine von Grund auf umgebaute Benutzeroberfläche, mehr Werkzeuge für die Speicheranalyse und die Möglichkeit, parallel zur Timing-Erfassung ein Video mitlaufen zu lassen. Dazu kommen frische Hardware-Plugins für die aktuellen GPU-Generationen von AMD, NVIDIA und Qualcomm. Wer schon einmal mit PIX on Windows gearbeitet hat, findet einiges wieder, das anders aussieht.
Neue Oberfläche und ein Layout-Editor
Das Entwicklerteam hat die Oberfläche überarbeitet, damit sich Funktionen leichter finden lassen und die Bedienung in sich stimmiger wird. Kernstück ist ein Layout-Editor. Damit lassen sich Arbeitsbereiche frei zusammenstellen, Fenster per Drag-and-drop andocken, skalieren und als Vorlage verwalten. Layouts kann man anlegen, zurücksetzen, duplizieren und wieder löschen. Das DirectX Control Panel wandert direkt in die Verbindungseinstellungen, womit sich Direct3D-Debug-Einstellungen ohne ein zweites Werkzeug regeln lassen.
Bei den GPU-Captures gibt es mehrere neue Visualisierer. Dazu zählen eine Buffer-as-Buffer-Darstellung für dynamische Dereferenzierung, ein Visualisierer für Variable Rate Shading und ein Quad-Utilization-Visualisierer. Der Pipeline View zeigt jetzt Work-Graph-Ressourcen an, und der Buffer Viewer kommt mit templated Matrizen, float16 sowie int8t_4_packed-Typen klar. Experimentell erkennt PIX zudem die fehlerhafte Nutzung von NonUniformResourceIndexing.
Speicheranalyse, Video-Capture und neue GPUs
Bei den Timing-Captures dreht sich vieles um die neue Speicheranalyse: Working-Set-Tracking, die Überwachung von Page Faults und eine Visualisierung von Speicherallokationen. Neu ist auch, dass sich optional ein Video aufzeichnen lässt, das synchron zu den Timing-Daten läuft. Für Handhelds und Tablets gibt es Batterie-Optimierungsmetriken mit System- und prozessorbezogenen Werten. GPU-Events über PIXBeginEvent und PIXEndEvent dürfen jetzt verschiedene CPU-Threads umspannen, und Budget-Profile fassen Leistungsziele über mehrere Hardware-Spezifikationen zusammen. Die Timeline-Ansicht bekommt zusätzliche Sublanes für die CPU-Auslastung.
Auf der Hardware-Seite ergänzt AMD die RX-9070-Serie sowie die APUs der Reihen 8000S und 800M, dafür fällt die Unterstützung der älteren GCN-Architekturen weg. NVIDIA bringt Blackwell-GPUs samt RTX 5090 hinzu und erlaubt die Power-State-Auswahl auf Ampere-GPUs und neuer. Qualcomm steigt mit Snapdragon X Elite und X Plus ein. Dazu kommen eine zuverlässigere Erfassung bei ExecuteIndirect, GPU Upload Heaps und mehrfädiger PSO-Kompilierung sowie diverse Fehlerbehebungen. Den Download gibt es über die offizielle PIX-Webseite.
