PIX 2412.12: Erste Preview für Work-Graph-Shader-Debugging und erweiterte Visualizer- und Timing-Funktionen

Mit Version 2412.12 von PIX on Windows hat Microsoft sein Werkzeug zum Performance-Tuning und Debugging weiterentwickelt und am 13. Dezember 2024 veröffentlicht. Das größte Stück ist eine erste Preview des Shader-Debuggings für Work Graphs. Dazu kommen viele Verbesserungen am Visualizer und an der Timing-Capture-Analyse. Geschrieben hat die Ankündigung Austin Kinross, Engineering Manager im PIX-Team.

Erstmals Shader-Debugging in Work Graphs

Die neue Vorschaufunktion erlaubt es, Shader-Code innerhalb von Work Graphs zu untersuchen. Work Graphs sind eine Compute-Technologie aus DirectX 12. Gestartet wird das Debugging über die grünen Pfeile neben den Entry-Point-Shadern eines DispatchGraph-Events. Threads müssen dabei nicht mehr vorab ausgewählt werden, anders als bisher. Stattdessen zeichnet PIX alle Threads für jeden Entry Point und für weitere aufgerufene Nodes auf. Über die Invocations-Ansicht wechselt man danach zwischen den aufgezeichneten Thread-Invocations.

Daneben räumt das Release mit einigen Fehlern rund um das Shader-Debugging auf. Korrigiert wurden Probleme mit WaveSize(n) in Node-Shadern und die Zuverlässigkeit beim Debuggen von DXR-Shadern mit DXIL-definierten Root Signatures. Auf Intel-Arc-GPUs läuft das Shader-Debugging jetzt zuverlässiger, und auch das AMD-Plugin bekam Fehlerkorrekturen. Wer die Entwicklung weiterverfolgen will, findet bei XboxDev laufend Material zu DirectX-12-Themen.

Neues im Visualizer und bei Timing-Captures

Der benutzerdefinierte Visualizer für Buffer, Texturen und Meshes kann jetzt mehr. Buffer lassen sich als Texturen darstellen, Ressourcen über ihren Namen innerhalb eigener Shader binden, und Konstanten sind direkt in der PIX-Oberfläche anpassbar. Hinzu kommt Unterstützung für VRS-Image-Daten, um Shading-Rate-Informationen auszulesen. Die Fehlerprotokollierung für die Kompatibilität von Root Signatures wurde erweitert, DispatchRays-Events werden nun unterstützt. Außerdem zeigt ein neuer VRS Shading Rate Visualizer die Shading-Raten auf Pixelebene an, mit verbesserten Legenden über alle Image-Visualizer hinweg.

Bei den Timing-Captures ist das Comparison Layout aus der Metrics-Ansicht ausgegliedert. Es vergleicht jetzt mehrere Captures und analysiert Budget-Abweichungen. Eine Preview der Range Details in Version v2 bringt Pivot-Tabellen-Aggregation, Event-Listen und Filterung für eine flexiblere Datenauswertung. Über den Zoom Stack navigiert man die Timeline-Historie per Undo- und Redo-Pfeilen. Weiter dazu kommen Unterstützung für Consolidated Events, der Vergleich von PIX-GPU-Events und diverse Stabilitätskorrekturen bei Capture und Replay.

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