Die Kommission für Zulassung und Aufsicht der Medienanstalten stufte PietSmietTV im März 2017 als Rundfunkangebot ohne Zulassung ein. Im offiziellen Jahresbericht wird festgehalten, dass der Kanal bis spätestens Ende April einen Zulassungsantrag stellen sollte. PietSmietTV zeigte rund um die Uhr ältere Let’s Plays auf Twitch.
Peter Smits erklärte in einem Video-Statement zur Rundfunklizenz, dass die Anfrage nach seiner Darstellung nicht nur den dauerhaft sendenden Nebenkanal betraf. Auch der reguläre PietSmiet-Kanal könne unter die Auslegung fallen, wenn er als lineares Angebot mit Sendeplan betrachtet werde.
Lineares Angebot statt einzelner Livestream
Die damalige Debatte drehte sich um die Abgrenzung zwischen einzelnen Livestreams und einem dauerhaft geplanten Programm. Die Medienanstalten beschreiben Rundfunk als lineare, für die Allgemeinheit bestimmte Verbreitung entlang eines Sendeplans. Der Fall verband damit die technische Plattform Twitch mit einer Regulierung, die ursprünglich für Radio und Fernsehen entwickelt worden war.
Kosten und Folgen für Gaming-Kanäle
Eine Zulassung hätte für professionelle Gaming-Kanäle zusätzliche Kosten und organisatorische Pflichten bedeutet. Für kleinere Streamer wäre die Hürde besonders relevant gewesen, wenn die Auslegung auf regelmäßig geplante Angebote übertragen worden wäre. Der Twitch-Einsatz als Plattform für Games- und Entwicklerinhalte zeigte bereits zuvor, wie breit das Medium im digitalen Games-Umfeld genutzt wurde.

