Supercar Collection Simulator hat uns mit seinem entspannten Ablauf und der Lust auf eine größere Modellauto-Sammlung abgeholt. Nach rund zehn Stunden auf der Xbox Series X bleibt vor allem dieser Eindruck: Das Spiel von Kiki Games lebt davon, den eigenen Laden zu betreiben und dabei immer wieder neue Fahrzeuge zu entdecken. Kleinere Fehler sind uns ebenfalls aufgefallen.
Der offizielle Xbox-Trailer zeigt die Verbindung aus Ladenmanagement, Sammeln und Modellautorennen. Der Spielgedanke ist schnell erklärt: Überraschungsboxen einkaufen, ihren Inhalt auspacken und entscheiden, welche Autos verkauft werden und welche in der eigenen Sammlung bleiben.
Sammeln statt ständig aufs Tempo drücken
Das Öffnen der Boxen ist keine bloße Vorbereitung auf den Verkauf. Es gehört zum eigentlichen Reiz des Spiels. Die Sammlung soll wachsen, und der nächste Fund liefert einen Grund, weiterzumachen. Genau diese Sammelmotivation hat für uns im Test funktioniert. Der angenehme Gegenpol dazu ist das entspannte Spielgefühl: Wir haben Supercar Collection Simulator nicht als hektische Arbeitssimulation erlebt.
Die offizielle Produktbeschreibung nennt mehr als 800 Autos und acht Supercar-Serien, von Basic bis Ultra. Die Zahl ist eine Umfangsangabe des Entwicklers, keine von uns vollständig überprüfte Sammlung. Für unseren Eindruck nach zehn Stunden war wichtiger, dass sich das Entdecken weiterer Modelle weiterhin lohnte.

Ein Geschäft für die eigene Sammelleidenschaft
Zum Ladenbetrieb gehören der Wareneinkauf, Regale, selbst festgelegte Verkaufspreise und die Bedienung der Kundschaft. Damit hat ein neu ausgepacktes Auto zwei mögliche Rollen: Es kann zum nächsten Verkaufsartikel werden oder einen Platz in der persönlichen Sammlung bekommen. Dieser Unterschied gibt dem Geschäft einen persönlicheren Bezug als ein austauschbares Sortiment.
Das Spiel verbindet den Ausbau des Geschäfts mit weiteren Gestaltungsmöglichkeiten. Böden, Wände, Poster und Einrichtungsgegenstände verändern den Laden; für Kasse, Verkauf und Lager können Mitarbeiter eingestellt werden. Die Verbindung aus Handelsbetrieb und eigener Sammlung ist auch aus TCG Card Shop Simulator bekannt. Bei Kiki Games stehen statt Sammelkarten Modellautos und passende Rennplattformen im Geschäft.

Rennbahnen und selbst gestaltete Autos
Die Modellautos sind nicht nur Ware für das Regal. Auf Rennplattformen lassen sich Wettbewerbe gegen Kunden austragen; Fähigkeitskarten ergänzen diese Rennen. Das Pressekit beschreibt außerdem das Hunt House: Dort muss innerhalb eines Zeitlimits ein bestimmtes Fahrzeug zwischen zahlreichen anderen Autos gefunden werden. Beide Funktionen greifen das Sammelthema auf, statt dem Laden eine völlig unabhängige Nebenbeschäftigung hinzuzufügen.

Eine weitere Möglichkeit ist die Gestaltung eigener Fahrzeuge. Dazu gehören Lackierung, Sticker, eine selbst gestaltete Sammelkarte und ein eigener Name. Das bearbeitete Auto kann anschließend zum Verkauf angeboten werden. Die offiziellen Screenshots zeigen dafür einen eigenen Arbeitsplatz mit Fahrzeug und Bauteilen.

Unser Urteil nach zehn Stunden
Supercar Collection Simulator hat für uns vor allem als entspanntes Sammelspiel funktioniert. Der Laden gibt den gefundenen Autos einen wirtschaftlichen Zweck, während die eigene Sammlung einen persönlichen Anreiz zum Weiterspielen schafft. Diese Mischung hat uns während der rund zehn Teststunden motiviert. Das ist ein Urteil über diesen Spielzeitraum, nicht über eine vollständig aufgebaute Sammlung oder das langfristige Endspiel.
Ganz fehlerfrei verlief der Test nicht, uns sind kleinere Fehler aufgefallen. Außerdem waren in unserer Testfassung keine Achievements verfügbar, obwohl der Xbox Store Erfolge aufführt. Die Ursache ist ungeklärt. Für unser Gesamturteil steht das entspannte Sammeln im Vordergrund.
Verfügbarkeit und Testgrundlage
Supercar Collection Simulator wird von Kiki Games entwickelt und veröffentlicht. Die Konsolenfassung ist im Xbox Store für Xbox Series X|S gelistet. Getestet wurde auf einer Xbox Series X mit rund zehn Stunden Spielzeit. Dieser Bericht bewertet ausschließlich unsere Erfahrungen mit der Xbox-Testfassung.
Transparenzhinweis: Der Redaktion wurde über Keymailer ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Die verwendeten Bilder stammen aus dem offiziellen Pressekit von Kiki Games und sind keine eigenen Testaufnahmen.

