Die damalige Leitung der Xbox-Sparte hat im Januar 2022 erklärt, dass Microsoft trotz der weltweiten Chipknappheit so viele Xbox-Konsolen ausliefere wie nie zuvor. Phil Spencer äußerte sich dazu in einem Interview mit der New York Times. Die knappe Verfügbarkeit im Handel sei demnach vor allem auf die hohe Nachfrage zurückzuführen.
Spencer beschrieb das Angebot an Xbox Series X und Xbox Series S als größer als bei jeder früheren Xbox-Generation. Gleichzeitig übersteige die Nachfrage das verfügbare Kontingent. Microsoft müsse deshalb Lieferketten koordinieren, Konsolen an die Händler verteilen und sich weiterhin um die benötigten Chips bemühen.
Neue Generation verkauft sich schneller als frühere Xbox-Konsolen
Nach Spencers Darstellung hatte die aktuelle Generation zu diesem Zeitpunkt mehr Einheiten verkauft als jede vorherige Xbox im entsprechenden Zeitraum. Eine konkrete Gesamtzahl nannte Microsoft weiterhin nicht. Für die Einordnung der beiden Modelle verwies die Entwicklung auf die technischen und preislichen Unterschiede zwischen Xbox Series X und Xbox Series S, die seit dem gemeinsamen Marktstart im November 2020 zwei unterschiedliche Zielgruppen ansprechen.
Die Aussagen fielen zu einem Zeitpunkt, an dem sowohl Xbox Series X|S als auch PlayStation 5 regelmäßig ausverkauft waren. Der Engpass entstand damit aus dem Zusammenspiel von Halbleiterversorgung, Logistik und einer Nachfrage, die das verfügbare Angebot überstieg. Spencer kündigte keine kurzfristige Entspannung an, stellte aber klar, dass Microsoft die Fertigung und Verteilung weiter ausbauen wolle.
