Phil Spencer fordert legale Emulation zur Bewahrung alter Spiele

Phil Spencer sprach sich im November 2021 für gemeinsame Regeln zur Bewahrung älterer Spiele aus. Im Gespräch mit Axios nannte der damalige Xbox-Chef legale Emulation als möglichen Weg, ältere ausführbare Dateien auf moderner Hardware weiter nutzbar zu machen. Die Aussagen fasst IGN in einem Bericht zum Interview zusammen.

Emulation als Teil der Spielebewahrung

Spencer bezog sich auf ein Problem, das die gesamte Branche betrifft: Viele ältere Spiele sind an bestimmte Konsolen, Betriebssysteme oder nicht mehr verfügbare Onlinedienste gebunden. Eine rechtlich abgesicherte Emulationsschicht könnte diese Software von der ursprünglichen Hardware entkoppeln, sofern Rechteinhaber und technische Anbieter gemeinsame Rahmenbedingungen schaffen.

Microsoft nutzte ein ähnliches Prinzip im Xbox-Abwärtskompatibilitätsprogramm. Ausgewählte Xbox- und Xbox-360-Spiele liefen dadurch auf Xbox One sowie Xbox Series X|S. Kurz vor dem Interview hatte Microsoft den Katalog zum 20. Xbox-Jubiläum noch einmal um mehr als 70 Titel erweitert und zugleich erklärt, dass die regelmäßige Erweiterung vorerst abgeschlossen sei. Die technische Basis und die Grenzen dieses Ansatzes beschrieb XboxDev bereits bei der Original-Xbox-Abwärtskompatibilität.

Eine branchenweite Lösung müsste neben der Technik auch Lizenzfragen, Kopierschutz und die Rechte an Musik, Marken und Drittanbieter-Inhalten klären. Spencers Vorschlag zielte deshalb nicht auf beliebige ROM-Nutzung, sondern auf autorisierte Verfahren, mit denen ältere Spiele langfristig zugänglich bleiben.

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