Der saudische Staatsfonds Public Investment Fund (PIF) hält 5,01 Prozent der Nintendo-Anteile. Die Beteiligung wurde am 18. Mai 2022 in einer Reuters-Meldung unter Berufung auf eine Pflichtmitteilung bekannt. Der Erwerb erfolgte laut der Meldung zu Anlagezwecken und machte den Fonds zum fünftgrößten Anteilseigner des japanischen Spielekonzerns.
PIF baut Beteiligungen an Spieleunternehmen aus
Der Anteil an Nintendo ergänzt eine Reihe von Beteiligungen des PIF an Unternehmen aus der Spielebranche. Der Fonds hielt zu diesem Zeitpunkt bereits Anteile an Activision Blizzard, Electronic Arts und Take-Two Interactive. Außerdem übernahm der PIF gemeinsam mit der Savvy Games Group den E-Sport-Anbieter ESL Gaming.
Aus der Pflichtmitteilung ergab sich kein Hinweis auf eine geplante Übernahme oder auf operative Einflussnahme bei Nintendo. Die Beteiligung wurde als Finanzinvestment ausgewiesen. Mit rund 6,5 Millionen Aktien lag der Anteil knapp über der Schwelle von fünf Prozent, ab der in Japan eine entsprechende Meldung erforderlich ist.
Investments in Japans Games-Branche
Der Einstieg bei Nintendo steht im Zusammenhang mit den Plänen Saudi-Arabiens, die eigene Games-Branche auszubauen und die Wirtschaft breiter aufzustellen. Der PIF investierte parallel in weitere japanische Unternehmen aus dem Spielebereich, darunter Capcom und Koei Tecmo. Die Beteiligungen lösten wegen der Menschenrechtsbilanz Saudi-Arabiens zugleich Diskussionen über Sportswashing und den Einfluss staatlicher Investoren auf die Games-Branche aus.
