Nintendo hat am 4. Februar 2025 die konsolidierten Finanzkennzahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres zum 31. März 2025 vorgelegt und zugleich die Gesamtjahresprognose nach unten korrigiert. Die kumulierten Auslieferungen der Nintendo Switch erreichten zum 31. Dezember 2024 einen Stand von 150,86 Millionen Einheiten. Damit zählt die Plattform im achten Jahr nach Markteinführung weiterhin zu den meistverkauften Spielkonsolen, bewegt sich beim Absatztempo jedoch deutlich unter dem Vorjahresniveau.
Umsatz und Ergebnis im Neunmonatszeitraum
Der Konzernumsatz der ersten neun Monate belief sich auf 956,2 Milliarden Yen und lag damit um 31,4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das operative Ergebnis sank um 46,7 Prozent auf 247,5 Milliarden Yen, das den Anteilseignern der Muttergesellschaft zurechenbare Periodenergebnis um 42,3 Prozent auf 237,1 Milliarden Yen. Das ordentliche Ergebnis erreichte 327,1 Milliarden Yen, gestützt unter anderem durch Zinserträge von 44,0 Milliarden Yen. Auf das Auslandsgeschäft entfielen mit 731,5 Milliarden Yen 76,5 Prozent des Gesamtumsatzes.
Beim Hardwareabsatz registrierte Nintendo im Neunmonatszeitraum 9,54 Millionen verkaufte Switch-Konsolen, ein Rückgang um 30,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Softwareabsatz fiel um 24,4 Prozent auf 123,98 Millionen Einheiten. Als Vergleichsbasis dient ein Vorjahreszeitraum, der maßgeblich durch The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom und Super Mario Bros. Wonder getragen wurde. Im laufenden Geschäftsjahr verbuchte Nintendo 19 Millionenseller einschließlich Titeln von Drittanbietern, darunter Super Mario Party Jamboree mit 6,17 Millionen und The Legend of Zelda: Echoes of Wisdom mit 3,91 Millionen verkauften Einheiten. Das digitale Geschäft der dedizierten Videospielplattform kam auf 245,8 Milliarden Yen und damit auf einen Rückgang von 29,0 Prozent.
Gesenkte Jahresprognose und Hintergrund
Nintendo passte die zuletzt am 5. November 2024 veröffentlichte Prognose für das Gesamtjahr an. Erwartet werden nun ein Konzernumsatz von 1.190,0 Milliarden Yen (minus 28,8 Prozent) sowie ein operatives Ergebnis von 280,0 Milliarden Yen (minus 47,1 Prozent). Das den Anteilseignern zurechenbare Jahresergebnis wird mit 270,0 Milliarden Yen prognostiziert. Als Gründe nennt das Unternehmen den Absatzverlauf der ersten neun Monate, die Aussichten für den verbleibenden Geschäftsjahresabschnitt sowie eine Neubewertung des unterstellten Wechselkurses. Auch die unterjährige Stückzahlprognose für Hardware und Software der Switch wurde reduziert.
Nach Angaben von Nintendo lagen Hardware- und Softwareabsatz der Switch bis zum dritten Quartal unter den eigenen Erwartungen. Das Unternehmen verwies auf das laufende Softwareangebot, darunter Donkey Kong Country Returns HD im Januar und Xenoblade Chronicles X: Definitive Edition im März, um die Plattform weiter zu beleben. Die kumulierte Auslieferungszahl von 150,86 Millionen Switch-Konsolen sowie 1.359,80 Millionen ausgelieferte Spiele dokumentieren den Umfang der installierten Basis, auf die sich das Software- und Drittanbietergeschäft stützt. Welche Strahlkraft die Marke jenseits der reinen Zahlen behält, zeigt sich auch an Auftritten wie dem großen Nintendo-Auftritt auf der Fantasy Basel.