Nintendo erwartet trotz des Erfolgs von Pokémon Go zunächst keine wesentliche Änderung an seiner Gewinnprognose. In einer offiziellen Mitteilung vom 22. Juli 2016 erklärt das Unternehmen, dass die direkten Auswirkungen auf den konsolidierten Abschluss begrenzt bleiben.
Pokémon Go wird von Niantic entwickelt und vertrieben. Nintendo hält 32 Prozent der Stimmrechte an The Pokémon Company, die wiederum die Rechte an der Marke Pokémon besitzt. Einnahmen aus Lizenzgebühren und der Zusammenarbeit bei Entwicklung und Betrieb fließen deshalb nur anteilig in Nintendos Ergebnis ein.
Prognose blieb nach dem Start in Japan unverändert
Die japanische Veröffentlichung von Pokémon Go erfolgte am 22. Juli 2016. Nintendo hatte die erwarteten Effekte bereits in die am 27. April veröffentlichte Prognose für das Geschäftsjahr bis zum 31. März 2017 eingerechnet. Eine Anpassung der Prognose nahm das Unternehmen deshalb zunächst nicht vor.
Als weiterer Umsatzbaustein war das Zubehör Pokémon Go Plus vorgesehen. Nintendo sollte das Gerät produzieren und vertreiben. Die Mitteilung nennt damit neben den Beteiligungserträgen auch ein eigenes Hardwareprodukt, stellte aber keine neue Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr in Aussicht.
TradingView ordnet die Aktie unter dem Börsenkürzel 7974 an der Tokioter Börse ein. Das folgende Widget zeigt die Kursentwicklung des Nintendo-Papiers als Marktdaten-Kontext zum damaligen Börsenereignis.
Ein älterer Bericht zu Nintendos Geschäftsjahr 2014/15 zeigt, wie stark die Unternehmenszahlen schon vor dem Pokémon-Go-Start von Hardware- und Spielezyklen geprägt waren. Pokémon Go sorgte kurzfristig für Aufmerksamkeit an der Börse, änderte laut der offiziellen Mitteilung aber zunächst nicht die veröffentlichte Prognose.
