Minecraft with RTX: Offene Windows-Beta mit Path Tracing und DLSS 2.0 angekündigt

Am 14. April 2020 haben NVIDIA und Mojang Studios die offene Windows-Beta von Minecraft with RTX angekündigt. Start ist der 16. April 2020. Mit dabei in der Windows-10-Version: eine vollständig pfadverfolgte Darstellung (Path Tracing) und DLSS in der Version 2.0. Der Zugang läuft über den Xbox Insider Hub. Vorausgesetzt werden eine GeForce-RTX-2060-GPU oder besser und der aktuelle Game Ready Driver.

Was Path Tracing und das PBR-Materialsystem im Spiel verändern

Klassische Ray-Tracing-Implementierungen bilden einzelne Effekte gezielt nach, etwa Reflexionen oder Schatten. Minecraft with RTX geht einen anderen Weg und setzt auf Path Tracing. Das Verfahren berechnet Schatten, Beleuchtung, Reflexionen, Lichtbrechung und globale Beleuchtung in einem zusammenhängenden Modell. Dazu kommt ein neues Materialsystem auf Basis von Physically Based Rendering (PBR). Damit lassen sich Oberflächeneigenschaften wie Metalligkeit, Rauheit und Emission pro Block-Textur festlegen. Glowstone oder erhitztes Metall werden so zu eigenständigen Lichtquellen in der Szene.

Path Tracing in Echtzeit kostet Rechenleistung. Deshalb beschränkt NVIDIA die Beta auf GPUs mit dedizierten RT-Kernen, also die GeForce-RTX-2060-Reihe und höher. Zum Start zeigen sechs von der Community erstellte Creator-Welten, was die Technik leistet, darunter Aquatic Adventure RTX, Crystal Palace RTX und Of Temples and Totems RTX. Die Welten gibt es kostenlos über den Minecraft Marketplace.

DLSS 2.0 fängt die Rechenlast ab

Gegen die hohe Rechenlast setzt NVIDIA auf DLSS 2.0, ein KI-basiertes Super-Resolution-Verfahren, das auf den Tensor-Kernen der RTX-GPUs läuft. Laut NVIDIA klettert die Bildrate mit aktiviertem DLSS in der Beta um bis zu das 1,7-Fache bei 1920 x 1080 und um bis zu das Dreifache bei 4K. DLSS 2.0 rendert intern in niedrigerer Auflösung und rekonstruiert das Bild über ein neuronales Netz auf die Zielauflösung.

NVIDIA verfolgt damit den Plan, rechenaufwendige Ray-Tracing-Effekte über KI-gestützte Skalierung alltagstauglich zu machen. Die Technik dahinter trägt den Namen NVIDIA DLSS und kommt inzwischen in zahlreichen Titeln zum Einsatz. Für Mojang Studios verbindet Minecraft with RTX die große Reichweite des Spiels mit moderner Rendering-Technik. RazzleberryFox, CEO bei Razzleberries und Mitwirkender an den Creator-Welten, sagt zur neuen Optik, die zusätzliche Dimension habe die kollektive Kreativität neu belebt. Vorerst bleibt die Beta auf die Windows-10-Version mit Bedrock-Engine beschränkt.

Weitere News

Weitere News

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein