Microsoft hat zum Start von Windows 11 den Microsoft Store grundlegend überarbeitet. Im offiziellen Windows-Blog vom 4. Oktober 2021 nannte der Konzern elf Punkte zur neuen Store-Strategie, darunter eine offenere App-Politik und mehr Auswahl für Entwickler.
Der Store erhielt eine neue Oberfläche, schnellere Navigation und eine stärkere redaktionelle Präsentation. Wichtiger war aber die technische und geschäftliche Öffnung: Neben klassischen UWP-Apps konnten Entwickler auch Win32-Anwendungen, Progressive Web Apps und eigene Commerce-Modelle stärker einbinden.
Epic Games Store und Amazon Appstore als Signal
Microsoft hob damals hervor, dass auch Drittanbieter-Stores im Microsoft Store auftauchen können. Als Beispiele wurden der Epic Games Store und der Amazon Appstore genannt. Für PC-Spieler war das relevant, weil Windows damit nicht nur einzelne Apps, sondern auch konkurrierende Storefronts sichtbarer integrierte.
Für Entwickler bedeutete die Änderung mehr Flexibilität bei Paketformaten, Vertriebswegen und Zahlungsmodellen. Microsoft versuchte damit, den Store weniger als geschlossene Distributionsschicht und stärker als Einstiegspunkt in ein breiteres Windows-Ökosystem zu positionieren.
Aus XboxDev-Sicht war die Store-Öffnung auch deshalb wichtig, weil PC-Gaming, Game Pass, Win32-Spiele und alternative Launcher enger zusammenrückten. Der Microsoft Store blieb nicht mehr nur ein Windows-App-Verzeichnis, sondern wurde Teil der größeren Plattformstrategie für Spiele und Software.