Microsoft stellt Produktion des Azure Kinect Developer Kit endgueltig ein

Microsoft beendet die Produktion des Azure Kinect Developer Kit. Das Unternehmen schreibt in einem Blogbeitrag im Mixed-Reality-Blog, man habe sich entschieden, die Fertigung einzustellen, die Technik werde aber ueber Partnerunternehmen weiterhin verfuegbar bleiben. Damit endet nach einem Jahrzehnt Entwicklungszeit das letzte verbliebene Produkt aus der Kinect-Reihe.

Die urspruengliche Tiefensensor-Technik hinter Kinect kam zuerst als steuerungsfreies Eingabesystem fuer die Xbox zum Einsatz. Die spaetere Version, das indirekte Time-of-Flight-Verfahren (iToF), wurde fuer die Hololens 2 weiterentwickelt und ab 2019 in genau dieser Ausfuehrung auch als Azure Kinect Developer Kit an Entwickler verkauft, zwei Jahre nachdem Microsoft das urspruengliche Kinect-System fuer die Xbox bereits eingestellt hatte.

Technik geht an Lizenzpartner

Laut Microsoft wird die Sensor- und Pixeltechnik an den Halbleiterhersteller Analog Devices lizenziert, der darauf aufbauend eigene Kameramodule fuer Industriepartner fertigt. Microsoft selbst betont, die Technologie sei damit nicht am Ende, sondern werde ueber das Partner-Oekosystem in neuen Produkten weitergefuehrt.

Der urspruengliche Kinect-Sensor fuer die Xbox 360 und Xbox One hatte trotz millionenfachem Verkauf nie den erhofften Durchbruch als Steuerungsgeraet fuer Spiele geschafft. Mit dem Ende des Azure Kinect Developer Kit verschwindet nun auch die letzte direkte Produktlinie, die auf dieser urspruenglichen Sensorik aufbaute, aus dem aktiven Vertrieb von Microsoft.

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