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Microsoft schließt Zehnjahresvertrag mit ukrainischem Cloud-Gaming-Anbieter Boosteroid

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Microsoft schließt Zehnjahresvertrag mit ukrainischem Cloud-Gaming-Anbieter Boosteroid
Microsoft schließt Zehnjahresvertrag mit ukrainischem Cloud-Gaming-Anbieter Boosteroid - Bild: offizielle Quelle

Microsoft hat am 14. März 2023 eine Partnerschaft mit dem Cloud-Gaming-Anbieter Boosteroid angekündigt. Der Vertrag läuft über zehn Jahre und bringt Xbox-PC-Spiele auf die Streaming-Plattform des Anbieters. Sobald die geplante Übernahme von Activision Blizzard abgeschlossen ist, sollen auch PC-Titel des Publishers dazukommen, etwa die Call-of-Duty-Reihe. Boosteroid entwickelt in der Ukraine und bezeichnet sich selbst als größten unabhängigen Cloud-Gaming-Anbieter der Welt.

Vier Millionen Nutzer und Rechenzentren in Europa und den USA

Nach eigenen Angaben hat Boosteroid kürzlich die Marke von vier Millionen Nutzern geknackt. Der Dienst läuft in den USA, im Vereinigten Königreich und in Ländern der Europäischen Union. Dafür betreibt das Unternehmen Rechenzentren an zwölf europäischen Standorten und in sechs US-Bundesstaaten. Das Entwicklungsteam sitzt in der Ukraine, vor allem in Kyjiw und Charkiw. Durch die Vereinbarung kommen Boosteroid-Mitglieder an Xbox-PC-Spiele, die sich bisher nicht über die Plattform streamen liessen.

Phil Spencer, CEO of Gaming bei Microsoft, sieht in der Zusammenarbeit einen Baustein der Konzernstrategie, Spiele auf mehr Geräten anzubieten. Dass Xbox-PC-Spiele jetzt zu Boosteroid kommen, samt Activision-Blizzard-Titeln wie Call of Duty nach Abschluss des Deals, sei ein weiterer Schritt in diese Richtung.

Ein Signal an die Wettbewerbsbehörden

Die Ankündigung kam zu einem heiklen Zeitpunkt. Behörden in mehreren Ländern prüften damals die rund 69 Milliarden US-Dollar schwere Activision-Blizzard-Übernahme. Microsoft hatte schon vorher Cloud-Abkommen mit anderen Anbietern unterzeichnet, um den Vorwurf zu entkräften, der Konzern wolle den Markt abschotten. Mit dem Boosteroid-Vertrag will Microsoft den Prüfern zeigen, dass Call of Duty nach der Übernahme auf deutlich mehr Geräten landen würde als heute. Wie der finanzielle Streit um den Deal ausging, zeigt der Überblick zur Activision-Blizzard-Übernahme.

Brad Smith, Vice Chair und President von Microsoft, verband die Vereinbarung mit dem Engagement des Konzerns in der Ukraine. Die Partnerschaft baue auf den 430 Millionen US-Dollar an technologischer und finanzieller Hilfe auf, die Microsoft dem Land seit dem russischen Angriff geleistet habe, und sei ein Beispiel dafür, wie der Konzern die rund 160.000 Softwareentwickler der Ukraine stützen wolle. Damit geht es bei dem Vertrag um mehr als die reine Verteilung von Spielen, nämlich auch um das politische Umfeld der laufenden Prüfung.

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