Microsoft hat am 29. April 2020 die Zahlen zum dritten Geschäftsquartal des Fiskaljahres 2020 (Quartal zum 31. März 2020) vorgelegt. Der Konzernumsatz lag bei 35,0 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Der operative Gewinn erreichte 13,0 Milliarden US-Dollar (plus 25 Prozent), der Nettogewinn 10,8 Milliarden US-Dollar (plus 22 Prozent). Das verwässerte Ergebnis je Aktie betrug 1,40 US-Dollar und legte um 23 Prozent zu. Das Quartal fiel zeitlich mit den ersten Wochen der pandemiebedingten Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen zusammen, die das Nutzungsverhalten in mehreren Geschäftsbereichen veränderten.
Gaming im Segment More Personal Computing
Das für die Xbox-Sparte relevante Segment More Personal Computing kam auf einen Umsatz von 11,0 Milliarden US-Dollar und wuchs um 3 Prozent (4 Prozent zu konstanten Wechselkursen). Innerhalb des Segments lief die Entwicklung uneinheitlich. Der Umsatz mit Xbox Content & Services stieg um 2 Prozent. Surface legte um 1 Prozent zu (2 Prozent zu konstanten Wechselkursen), die Windows-OEM-Lizenzen blieben weitgehend unverändert, und die Suchwerbung ohne Berücksichtigung der Traffic-Acquisition-Kosten wuchs um 1 Prozent. Zum Spielebereich hielt Microsoft fest, dass Gaming von einer gestiegenen Nutzung während der Stay-at-Home-Vorgaben profitierte. Einzelne Dienste wie der Xbox Game Pass oder das damals als Project xCloud bezeichnete Streaming-Angebot tauchten in der Mitteilung nicht gesondert auf. Wer die Hardwareseite vergleichen will, findet bei Xbox auch die aktuelleren Zahlen.
Cloud trug das Wachstum
Die kräftigsten Zuwächse des Quartals kamen aus dem Cloud-Geschäft. Das Segment Intelligent Cloud erreichte 12,3 Milliarden US-Dollar und wuchs um 27 Prozent, getragen von einem Azure-Wachstum von 59 Prozent. Der Commercial-Cloud-Umsatz lag bei 13,3 Milliarden US-Dollar und legte um 39 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Vorstandschef Satya Nadella verknüpfte die Entwicklung mit der Verlagerung vieler Tätigkeiten ins Homeoffice. Finanzchefin Amy Hood sagte, Vertriebsteams und Partner hätten in einem dynamischen Umfeld ein solides drittes Quartal abgeliefert, mit einem Commercial-Cloud-Umsatz von 13,3 Milliarden US-Dollar. Für die Gaming-Sparte ergibt sich ein klares Bild: Die erhöhte Nutzung durch die Ausgangsbeschränkungen stützte die Content- und Service-Erlöse, während das Hardwaregeschäft vor dem für Ende 2020 geplanten Start der Xbox Series X noch keine größeren Sprünge machte.
