Microsoft Pluton: Sicherheitsprozessor für Windows-PCs startet mit AMD Ryzen 6000

Die ursprüngliche Mitteilung veröffentlichte die zuständige Organisation auf ihrer offiziellen Website. Azure-Cloud.

Microsoft hat mit Pluton einen eigenen Sicherheitschip entwickelt, der als Nachfolger des klassischen TPM-Moduls dienen soll. Trotz erster verfügbarer Hardware zeigen sich viele PC-Hersteller bislang zurückhaltend, den Chip tatsächlich zu aktivieren.

Sicherheitschip direkt in der CPU

Microsoft stellte den Pluton-Sicherheitsprozessor bereits im Herbst 2020 vor. Anders als ein klassisches TPM-Modul, das als separater Baustein auf dem Mainboard sitzt, ist Pluton direkt in die CPU integriert. Sensible Daten wie kryptografische Schlüssel sollen dadurch besser vor Angriffen geschützt werden, bei denen Datenverkehr zwischen Prozessor und einem externen Sicherheitschip abgefangen wird. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass sich die Firmware des Chips über Windows Update aktualisieren lässt, wodurch Reaktionen auf neu entdeckte Sicherheitslücken schneller möglich sein sollen.

Erste Hardware mit AMD Ryzen 6000

Die ersten Notebooks mit aktivierbarem Pluton-Chip kamen 2022 mit AMD Ryzen 6000 Prozessoren auf den Markt. Auch Intel hat angekündigt, Pluton in kommenden Prozessorgenerationen zu unterstützen. Die Technik ist damit nicht an einen einzelnen Chiphersteller gebunden, sondern soll herstellerübergreifend in x86- und ARM-Prozessoren zum Einsatz kommen können.

Hersteller halten sich zurück

Obwohl die nötige Hardware verfügbar ist, aktivieren bislang nur wenige Gerätehersteller den Chip standardmäßig. Lenovo kündigte an, Pluton in seinen Windows 11 Notebooks vorerst nicht zu aktivieren. Auch Dell verzichtet zunächst darauf, den Sicherheitschip in seinen Geräten für den Unternehmenseinsatz zu nutzen. Als Grund gilt weniger technische Skepsis gegenüber Pluton selbst, sondern der Aufwand, der mit der Anpassung proprietärer Firmware verbunden ist.

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