Microsoft kündigt 2,5-Milliarden-Dollar-Übernahme von Mojang an

Microsoft hat am 15. September 2014 die Übernahme des schwedischen Entwicklers Mojang und der Marke Minecraft für 2,5 Milliarden US-Dollar angekündigt. Hinter der in Stockholm ansaessigen Firma steht das 2009 veröffentlichte Aufbauspiel, das bis zur Ankündigung allein auf dem PC mehr als 100 Millionen Mal heruntergeladen wurde. Der Abschluss der Transaktion wird für Ende 2014 erwartet.

Mit der Akquisition wandert Mojang in den Verbund von Microsoft Studios, der bereits Reihen wie Halo, Forza und Fable verantwortet. Microsoft kündigte an, Minecraft auf den bestehenden Plattformen weiterzuführen, also auf PC, iOS, Android, Xbox und PlayStation. Die drei Gründer Markus Persson, Carl Manneh und Jakob Porser verlassen das Unternehmen im Zuge des Verkaufs. Xbox-Chef Phil Spencer erklärte, man werde Minecraft und seine Community in genau der Form pflegen, in der sie heute geschätzt werde.

Was Microsoft mit dem Kauf wirklich anstrebt

Microsoft-CEO Satya Nadella bezeichnete Minecraft nicht in erster Linie als Spiel, sondern als offene Plattform. Diese Lesart macht die Absicht hinter dem Kauf greifbar: Der Konzern erschließt sich eine gerätübergreifende Nutzerbasis, die Gaming als zentrale Aktivität über mehrere Endgeräte hinweg betreibt. Die Zusage, das Spiel auch auf konkurrierenden Plattformen wie iOS, Android und PlayStation verfügbar zu halten, deutet auf eine plattformoffene Verwertung statt einer Exklusivbindung an die Xbox.

Microsoft bezifferte den Kaufpreis auf 2,5 Milliarden US-Dollar. Zur Ergebniswirkung erklärte der Konzern, die Übernahme werde im Geschäftsjahr 2015 auf GAAP-Basis voraussichtlich ergebnisneutral ausfallen. Der Vollzug der Transaktion war für das Ende des Kalenderjahres 2014 vorgesehen und hing damit von den zu diesem Zeitpunkt üblichen aufsichtsrechtlichen Prüfungen ab.

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