Bandai Namco hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen neuen Umsatzrekord erreicht. Laut GamesIndustry.biz stiegen die Nettoverkäufe auf 328,4 Milliarden Yen, ein Plus von 9,3 Prozent. Der operative Gewinn legte konzernweit um 33,3 Prozent auf 69,2 Milliarden Yen zu.
Das starke Gesamtbild kommt vor allem aus Toys and Hobby sowie aus dem japanischen Amusement-Geschäft. Die Digital-Sparte entwickelte sich schwächer: Dort fielen die Verkäufe um 15,6 Prozent auf 90,9 Milliarden Yen, der operative Gewinn sank um 30,9 Prozent auf 15 Milliarden Yen.
Weniger neue Konsolentitel im Quartal
Der Rückgang im Digital-Segment hängt auch mit der Veröffentlichungsbasis zusammen. Bandai Namco verkaufte im Home-Console-Geschäft 6,9 Millionen Einheiten und brachte zwei neue Titel auf den Markt. Im vorherigen Quartal standen 10,8 Millionen Einheiten und 15 neue Titel in der Vergleichsbasis.
Damit ist der Einbruch nicht automatisch ein Hinweis auf schwache Marken, sondern teilweise ein Timing-Effekt. Für Publisher mit großen Franchises entstehen Quartalsschwankungen häufig durch Releasekalender, Marketingfenster und die Frage, ob Zusatzinhalte oder Neuveröffentlichungen zeitlich in den Berichtszeitraum fallen.
Ace Combat 8 und weitere Projekte im Ausblick
Für die nächsten Jahre nennt Bandai Namco mehrere große Projekte, darunter Ace Combat 8: Wings of Theve, Dragon Ball Xenoverse 3 und Gundam Rogue Orbit. Ace Combat 8 ist für den 2. Oktober 2026 auf Xbox Series X|S, PlayStation 5 und PC geplant.
Die Prognose für das Digital-Segment blieb laut Bericht unverändert. Für das erste Halbjahr erwartet Bandai Namco 200 Milliarden Yen Umsatz und 26,5 Milliarden Yen operativen Gewinn. Für XboxDev-Leser ist vor allem relevant, ob die Pipeline aus Konsolen- und PC-Spielen den schwächeren Start der Digital-Sparte im weiteren Jahresverlauf ausgleichen kann.
