Microsoft GDK Oktober 2024: XSAPI-Überarbeitung für Freunde und Follower, PlayFab Party auf 128 Geräte

Microsoft hat das Oktober-Update des Game Development Kit (GDK) am 6. November 2024 veröffentlicht und damit eine Reihe konkreter Änderungen an den Diensten für Xbox-Studio-Entwickler eingeführt. Im Mittelpunkt steht eine grundlegende Überarbeitung der Xbox Services API (XSAPI) für das Verwalten von Freunden und Followern. Zugleich erweitert das Release die PlayFab-Dienste und liefert ein ARM-natives Werkzeug für Apple-Silicon-Macs. Das Update gehört zum regelmäßigen GDK-Zyklus, über den Microsoft schrittweise neue Funktionen und Korrekturen an die Entwicklerbasis ausliefert.

XSAPI für Freunde und Follower mit Abwärtskompatibilität

Die überarbeitete Xbox Services API zielt auf die Verwaltung von Freunden und Followern. Studios sollen die aktualisierten sozialen Funktionen von Xbox in ihre Titel integrieren können, ohne bestehende Implementierungen brechen zu müssen. Microsoft sichert dabei die Abwärtskompatibilität zu. Spiele mit älterer Anbindung an die Social-Schnittstellen funktionieren weiter, während Entwickler die neuen Pfade für das Friends- und Followers-Management übernehmen können. Damit adressiert das Release einen Bereich, der für die Vernetzung von Spielern und die Sichtbarkeit von Aktivitäten zwischen Accounts zentral ist.

Erweitert werden auch die Testwerkzeuge der GDK-Umgebung. Die Web Content Test Application erhält Zugriff auf den Entwicklermodus aus Retail-Umgebungen heraus, dazu kommen regionsspezifisches Testen sowie Overrides über Query-Parameter. Der Xbox Manager (XBOM) behält die Pixelgröße von Videofenstern bei. Solche Anpassungen betreffen den täglichen Entwickler-Workflow rund um Validierung und Diagnose und ergänzen die größeren API-Änderungen um praktische Detailverbesserungen. Wer ohnehin auf dem PC entwickelt, findet im Godot-Beispiel für die Xbox-Entwicklung einen weiteren Einstiegspunkt aus dem Microsoft-Umfeld.

PlayFab Stats und Leaderboards in Public Preview, Party auf 128 Geräte

Auf der PlayFab-Seite gehen Entity Stats und Leaderboards in die Public Preview über. Entwickler können damit mehrdimensionale Statistiken für Spieler und Teams speichern. Die Funktion unterstützt benutzerdefinierte Annotationen, die eine maßgeschneiderte Darstellung und Interpretation der Daten erlauben. Damit erweitert Microsoft die Möglichkeiten zur serverseitigen Verwaltung von Spielfortschritten und Rangordnungen über das bisherige Statistikmodell hinaus.

Beim Netzwerkdienst PlayFab Party hebt Microsoft die maximale Zahl verbundener Geräte von 32 auf 128 an. Größere Multiplayer-Sitzungen lassen sich damit abbilden, ohne mehrere Netzwerklösungen kombinieren zu müssen. Ergänzend liefert Microsoft das Touch Adaptation Kit Command Line Tool als ARM-natives Build für Apple M1 und neuere Prozessoren aus. Laut Microsoft bringt die native Variante deutliche Leistungszuwächse bei der Erstellung und Paketierung von Touch-Steuerungen für Xbox Game Streaming auf Apple-Silicon-Macs.

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