Microsoft FY22 Q4: Xbox Content and Services minus 6 Prozent, Xbox-Hardware minus 11 Prozent

Microsoft hat im Geschäftsbericht zum vierten Quartal des Geschäftsjahres 2022 (Quartalsende 30. Juni 2022) rückläufige Erlöse im Gaming-Geschäft ausgewiesen. Wie der Konzern in seiner am 26. Juli 2022 bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Pressemitteilung mitteilte, sank der Umsatz mit Xbox Content and Services um 6 Prozent, während der Umsatz mit Xbox-Hardware um 11 Prozent zurückging. Der gesamte Gaming-Umsatz verringerte sich um 259 Millionen US-Dollar beziehungsweise 7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

Auf Konzernebene legte Microsoft dagegen zu. Der Gesamtumsatz stieg um 12 Prozent auf 51,9 Milliarden US-Dollar, das operative Ergebnis erhöhte sich um 8 Prozent auf 20,5 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn kam auf 16,7 Milliarden US-Dollar (plus 2 Prozent), der verwässerte Gewinn je Aktie auf 2,23 US-Dollar (plus 3 Prozent). Das Gaming-Geschäft ist Teil des Segments More Personal Computing, dessen Umsatz um 2 Prozent auf 14,4 Milliarden US-Dollar wuchs.

Content and Services unter Druck

Den Rückgang bei Xbox Content and Services führt Microsoft auf geringere Engagement-Stunden und eine schwächere Monetarisierung bei Inhalten von Drittanbietern und aus eigener Produktion zurück. Teilweise ausgeglichen wurde dieser Effekt durch Wachstum bei den Abonnements von Xbox Game Pass. Der Vergleichszeitraum des Vorjahres war zudem durch eine hohe Nutzungsintensität geprägt, sodass der Rückgang auch eine Normalisierung nach pandemiebedingten Spitzenwerten widerspiegelt.

Hardware bremst Konsolen-Knappheit

Der Rückgang bei der Xbox-Hardware um 11 Prozent steht im Zusammenhang mit der anhaltend angespannten Versorgungslage bei den Konsolen der Serie X und S. Lieferengpässe bei Halbleitern und Komponenten begrenzten die verfügbaren Stückzahlen weiterhin. Microsoft führt das Gaming-Geschäft im Bereich More Personal Computing, der neben Konsolen auch Windows, Werbung und Surface-Geräte umfasst. Wie eng Spiele und Hardware inzwischen mit der Konzernbilanz verknüpft sind, zeigte sich später, als die Sparte zeitweise vor allem durch Activision-Blizzard-Titel gestützt wurde. Diese Segmentlogik bleibt ein Dauerthema, bis hin zu wiederkehrenden Überlegungen zu einer eigenständigeren Struktur für die Gaming-Sparte.

Die Quartalszahlen markieren den Abschluss des Geschäftsjahres 2022. Parallel bereitete der Konzern die damals noch ausstehende und später genehmigte Übernahme von Activision Blizzard vor, die das Verhältnis von Hardware, Inhalten und Diensten in den folgenden Jahren neu gewichten sollte.

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