Microsoft FY22 Q4: Gaming-Umsatz sinkt um 7 Prozent, Xbox-Hardware verliert 11 Prozent

Microsoft hat am 26. Juli 2022 die Zahlen zum vierten Geschäftsquartal zum 30. Juni 2022 vorgelegt. Der Konzernumsatz stieg auf 51,9 Milliarden US-Dollar und legte damit um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zu, in konstanter Währung waren es 16 Prozent. Das Gaming-Geschäft lief gegen diesen Trend. Der Gaming-Umsatz sank um 259 Millionen US-Dollar oder 7 Prozent.

Den Rückgang führt Microsoft auf zwei Posten zurück. Xbox Content and Services gab um 6 Prozent nach, in konstanter Währung um 4 Prozent, die Xbox-Hardware verlor 11 Prozent. Sowohl die Inhalte- und Service-Erlöse als auch der Konsolenverkauf drückten also auf die Sparte, während die übrigen Microsoft-Bereiche rund um Cloud und Office weiter wuchsen. Dass der Konsolenverkauf später noch deutlich stärker einbrechen würde, zeigte sich erst Jahre danach in der Bilanz, als der Xbox-Hardwareumsatz um 33 Prozent zurückging.

Weniger Spielstunden, weniger Monetarisierung

Hinter dem Minus bei Xbox Content and Services stehen geringere Engagement-Stunden und eine schwächere Monetarisierung bei First-Party- und Third-Party-Inhalten. Das Wachstum des Game Pass federte diesen Effekt teilweise ab, glich ihn aber nicht vollständig aus. Bei der Hardware spielt der Vergleich mit dem Vorjahr eine Rolle, in dem die Nachfrage nach Xbox Series X und Series S noch deutlich höher lag.

Das erste klare Minus nach dem Pandemie-Boom

Während der Pandemie hatte das Gaming-Segment über mehrere Quartale hinweg von höheren Spielzeiten und starker Konsolennachfrage profitiert. Das Quartal zum 30. Juni 2022 ist das erste mit einem klaren Umsatzrückgang in allen drei Gaming-Kennzahlen zugleich. Damit läuft die Sparte dem zweistelligen Plus auf Konzernebene entgegen, das vor allem von Microsoft Cloud getragen wird. Wie sich Xbox zwischen sinkenden Konsolenzahlen und der Plattform-Strategie bewegt, blieb in den folgenden Quartalen eine wiederkehrende Frage in den Bilanzen.

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