Microsoft hat am 27. Oktober 2020 die Zahlen zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2021 vorgelegt, das am 30. September 2020 endete. Der Konzernumsatz kletterte auf 37,2 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Beim operativen Gewinn standen 15,9 Milliarden US-Dollar zu Buche (plus 25 Prozent), beim Nettogewinn 13,9 Milliarden (plus 30 Prozent). Das verwässerte Ergebnis je Aktie lag bei 1,82 US-Dollar und legte um 32 Prozent zu. In den Segmenttabellen nennt Microsoft einen Gesamtumsatz von 37.154 Millionen US-Dollar.
Gaming im Segment More Personal Computing
Das Gaming-Geschäft steckt im Segment More Personal Computing, das auf 11,8 Milliarden US-Dollar Umsatz kam und um 6 Prozent wuchs. Der größte Sprung gelang dabei den Inhalten und Diensten rund um Xbox: ein Plus von 30 Prozent, das auch bei konstanten Wechselkursen so ausfällt. Das Surface-Geschäft zog um 37 Prozent an (36 Prozent in konstanter Währung), während Windows OEM um 5 Prozent nachgab. Windows Commercial Products and Cloud Services kletterte um 13 Prozent. Der Zuwachs bei Xbox Content and Services fiel in das letzte volle Quartal vor dem Start der neuen Konsolengeneration. Xbox Series X und Series S kamen am 10. November 2020 in den Handel.
Die Mitgliederzahl beim Xbox Game Pass hatte Microsoft schon im September 2020 mit über 15 Millionen angegeben. In der Quartalsmitteilung selbst taucht keine Abonnentenzahl auf. Den Anstieg bei Xbox Content and Services führt der Konzern dort schlicht auf die hohe Nachfrage im Inhalts- und Dienstegeschäft zurück.
Cloud treibt die übrigen Segmente
Im Segment Productivity and Business Processes lag der Umsatz bei 12,3 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 11 Prozent. Dazu trugen unter anderem die Office-365-Commercial-Erlöse mit 21 Prozent Wachstum bei sowie die Dynamics-365-Erlöse mit 38 Prozent. Das Segment Intelligent Cloud erreichte 13,0 Milliarden US-Dollar (plus 20 Prozent), wobei Azure um 48 Prozent zulegte. Der konzernweite Commercial-Cloud-Umsatz summierte sich laut Finanzchefin Amy Hood auf 15,2 Milliarden US-Dollar, ein Zuwachs von 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahlen reichte Microsoft über ein Form 8-K bei der US-Börsenaufsicht SEC ein.