Microsoft hat auf der Entwicklerkonferenz Build 2026, die am 2. und 3. Juni 2026 in San Francisco und online stattfand, sieben neue KI-Modelle sowie mehrere Werkzeuge für Windows-Entwickler vorgestellt. Der Schwerpunkt der Ankündigungen lag klar auf KI-Integration für die Softwareentwicklung, konkrete Verbesserungen am Windows-Betriebssystem selbst blieben dagegen im Hintergrund. Einen Überblick über die geplanten Themenschwerpunkte der Konferenz hatte XboxDev bereits vorab zusammengefasst.
Sieben neue KI-Modelle unter der Marke MAI
Microsoft bringt mit MAI-Thinking-1 sein erstes eigenes Reasoning-Modell an den Start. Dazu kommen das Text-zu-Bild-Modell MAI-Image-2.5, die Spracherkennung MAI-Transcribe-1.5 für 43 Sprachen, die Sprachsynthese MAI-Voice-2 mit 15 Sprachen sowie MAI-Code-1 für Programmieraufgaben auf GitHub. Alle Modelle richten sich in erster Linie an Entwickler, die KI-Funktionen in eigene Windows-Anwendungen einbauen wollen.
GitHub Copilot, Sandboxen und ein neues Backend-as-a-Service
Eine Vorschau der GitHub-Copilot-App erlaubt es, eine Idee oder ein bestehendes Problem einfach in Textform zu beschreiben, woraufhin die KI passenden Code vorschlägt. Microsoft Execution Containers (MXC) führen KI-Agenten in lokalen Sandboxen aus, ohne dass sie direkten Zugriff auf das restliche System erhalten. Project Rayfin wiederum tritt als Backend-as-a-Service an und übernimmt den Datenbankzugriff für Anwendungen, die Entwickler mit den neuen Agenten-Werkzeugen bauen.
Lokale KI-Hardware und WSL2 mit GPU-Passthrough
Für rechenintensive lokale KI-Workloads zeigte Microsoft zudem die Surface RTX Spark Dev Box mit Nvidia-RTX-Spark-Chip und 128 Gigabyte Arbeitsspeicher, die Modelle mit bis zu 120 Milliarden Parametern lokal ausführen können soll. Der Windows Subsystem for Linux 2 (WSL2) erhält zudem natives GPU-Passthrough und Unterstützung für CUDA, dazu vorinstallierte Werkzeuge wie Visual Studio Code und GitHub Copilot. Entwickler sollen damit direkt unter Windows mit Linux-typischen KI- und Machine-Learning-Werkzeugen arbeiten können, ohne auf eine separate Linux-Maschine ausweichen zu müssen.
