Microsoft hat den auf der Build-Konferenz angekündigten Dienst Dev Box am 17. August 2022 in einer ersten öffentlichen Vorschau zur Verfügung gestellt. Der Dienst soll es Entwicklerinnen und Entwicklern erlauben, schnell und unkompliziert virtuelle Workstations in der Azure-Cloud einzurichten und für ihre Arbeit zu nutzen.
Microsoft verspricht, dass sich Programmiererinnen und Programmierer dank Dev Box vollständig auf das Schreiben von Code konzentrieren können, statt sich zunächst um eine passende Arbeitsumgebung kümmern zu müssen. Die virtuellen Maschinen sollen sofort einsatzbereit sein und vom Azure-Team bereits mit den Tools und Einstellungen vorkonfiguriert werden, die für ein Projekt benötigt werden. Teams können außerdem eigene Dev Boxen erstellen, um schnell zwischen Projekten zu wechseln, mit einem Proof of Concept zu experimentieren oder einen kompletten Build im Hintergrund laufen zu lassen.
Windows 365 als technische Basis
Technisch setzt Dev Box auf Windows 365 auf, die Technik, mit der Microsoft bereits seit einiger Zeit komplette Windows-Systeme als virtuelle Maschinen in der Azure-Cloud bereitstellt. Entwicklungsteams können damit Images mit allen benötigten Tools und Abhängigkeiten erstellen und verwalten und die passende Größe für bestimmte Rollen im Team weltweit bereitstellen. Zur Auswahl stehen unter anderem vier virtuelle CPUs mit 16 GByte Arbeitsspeicher oder 32 vCPUs mit 128 GByte, dazu Konfigurationen mit bis zu einem Terabyte Speicher.
Noch nicht in allen Regionen verfügbar
Über das Azure Global Network verspricht Microsoft eine reaktionsschnelle Arbeit mit Gigabit-Verbindungsgeschwindigkeit für Entwicklerteams auf der ganzen Welt, sofern die Dev Box in der jeweils nächstgelegenen Region läuft. Ein kurzer Test mit einem Azure-Konto zeigte allerdings, dass sich zum Start in der Region Europa Mitte noch keine solche virtuelle Maschine anlegen ließ.